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Schwimmende Hospitäler und Rettungsschiffe

  • Ralf Witthohn
Chapter

Zusammenfassung

Um einen aus dem touristischen Rahmen fallenden Passagierschiffstyp handelt es sich bei Hospitalschiffen, die in der großen Mehrzahl den Kriegsflotten zuzurechnen sind. Nur wenige von ihnen werden von zivilen Trägern betrieben. Um den Schutz der Genfer Konvention zu erlangen, ist die Außenhaut der Hospitalschiffe weiß mit einem roten Streifen und großen roten Kreuzen an Schornstein und Rumpf zu kennzeichnen. Mit hohem finanziellen Aufwand für medizinische Aufgaben hergerichtet wurde das sowjetische Passagier‑ und Ro‐Ro‐Schiff MIKHAIL SUSLOV, in dessen Autodeck die Lloyd Werft in Bremerhaven 1989 eine moderne Augenklinik zum Einsatz vor den Küsten von Entwicklungsländern einbaute. In Deutschland, wo die Kriegsmarine während des Zweiten Weltkrieges mehr als 80 Passagierschiffe, Fracht‑, Eisenbahnfähr‑ und Walfangmutterschiffe in Hospitalschiffe umrüsten ließ, wurden auch nach dem Krieg einige zivile Hospitalschiffe betrieben, darunter das vom Deutschen Roten Kreuz nach Südostasien expedierte Seebäderschiff HELGOLAND und der umgebaute Linienfrachter FLORA. Weitere von Hamburg und Bremen betriebene Seebäderschiffe, die WAPPEN VON HAMBURG und BREMERHAVEN sowie das 1964 von der Elsflether Werft für Kapitän Bögel in Bremen‐Vegesack gebaute Küstenmotorschiff PADUA, wurden auf den kurzfristigen Einsatz im Kriegs‑ oder Katastrophenfall vorbereitet, nahmen diese Aufgabe aber nur während Manöverübungen wahr.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Schiffdorf-SpadenDeutschland

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