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Luxusjachten

  • Ralf Witthohn
Chapter

Zusammenfassung

Im Wettbewerb um die größte, schnellste oder eleganteste Luxusjacht gilt weitestgehend eine vertraglich zwischen Auftraggeber und Bauwerft geregelte Geheimhaltung. Die seit den 1990er Jahren von Scheichs, Sultanen, Monarchen, Oligarchen, Millionären und Milliardären jeder Provenienz ausgelöste Neubauwelle der Megajacht genannten Projekte ist die Renaissance einer schon einmal am Vorabend der Weltwirtschaftskrise in den Zwanzigern aufgetretenen Erscheinung. Die größten Luxusbauten überschreiten die Dimensionen kleiner Kreuzliner. Während diese Superjachten zur Aufnahme einer größeren Gästezahl eingerichtet sind und die Vorschriften für Passagierschiffe erfüllen müssen, bleibt die Zahl der Passagiere bei den besonders gefragten 80‐m‐Typen oft auf 12 beschränkt. Eine Reihe der Jachten wird zu hohen Tagesraten auf dem Chartermarkt angeboten. Die inzwischen überholte Faustregel aus den Anfängen des Megajachtbaus, nach der 1 m Schiff mit 1 Mio. Mark zu Buche schlägt, wurde alsbald eins zu eins auf den Euro übertragen, und aktuell müssen die Reichen dieser Welt mit 2 oder mehr Mio. EUR für den laufenden Meter rechnen. Verglichen mit den Baukosten für moderne Kreuzliner, die sich ebenfalls auf mehrere hundert Millionen belaufen, erscheint dieses Preisniveau angesichts der exklusiven Ausstattungen nicht einmal maßlos. Allein die regelmäßig von Stardesignern geleistete Modellierarbeit an der Außen‑ und Innenarchitektur verschlingt große Summen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Schiffdorf-SpadenDeutschland

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