Advertisement

Dienstleistungscontrolling in Einrichtungen des Sozialwesens – Kodiernachlese und „Big Data“ im Krankenhaus

  • Roland Trefftz
  • Roland Lutz
  • Sylvia Schröder
Chapter

Zusammenfassung

Die Abrechnung stationärer Krankenhausfälle (DRGs) ist sehr komplex und datenintensiv. In der Praxis zeigt sich, dass die aktuelle, weitgehend manuelle Kodierung der Fälle bereits eine hohe Güte erreicht. Im vorliegenden Artikel werden ergänzend dazu zwei Methoden der Erlösoptimierung und ihre Vor- und Nachteile gegenübergestellt: (a) die digital-manuelle Kodiernachlese und (b) die (zunehmend autonome) elektronische Kodierassistenz. Beide Verfahren werden in der kommenden Dekade parallel zum Einsatz kommen, solange die „hybride Dokumentation“, also die papiergebundene und digitale Erhebung der Patientendaten, in den Krankenhäusern bestehen bleibt. In einem mittelfristigen Zeitraum werden allerdings autonome Kodiersysteme die heutigen Kodierungsstrukturen ablösen. In den nächsten Jahren wird die elektronische Kodierassistenz die Dokumentationsfachkraft zeitnah in der stationären Abrechnung unterstützen. Die zweistufige Kodiernachlese ermöglicht hingegen bereits heute nachträglich mögliche „weiße Flecken“ aufzuzeigen, deren Nachkodierung rund 150.000 € je 10.000–15.000 stationäre Abrechnungsfälle erlösen kann.

Literatur

  1. Auto, Motor und Sport (2017) Die 6 Level des autonomen Fahrens laut SAE, Pressemitteilung vom 04.01.2017. https://www.auto-motor-und-sport.de/news/level-autonomes-fahren-sae-11640570.html. Zugegriffen: 01. Okt. 2017
  2. Bundesgesundheitsministerium (2018) Krankenhausfinanzierung, Pressemitteilung vom 19.02.2018, Bundesgesundheitsministerium (BGM, Hrsg.). https://www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenhausfinanzierung.html. Zugegriffen: 18.05.2018
  3. Bundessozialgericht Kassel (2012) Ausschluss der Nachforderung bereits abgerechneter Krankenhausbehandlung, Urteil vom 22.11.2012, AZ: B3 KR 1/2012Google Scholar
  4. G-DRG-Version (2017) G-DRG-Version 2017, Fallpauschalenkatalog. http://www.g-drg.de/G-DRG-System_2017/Fallpauschalen-Katalog2/Fallpauschalen-Katalog_2017. Zugegriffen: 23. Nov. 2017
  5. G-DRG-Version 2015/2017 (2017) G-DRG-Version 2015/2017 Definitionshandbuch, Bd. 5, S. 1286. http://www.g-drg.de/G-DRG-System_2017/Definitionshandbuch/Definitionshandbuch_2017. Zugegriffen: 23. Nov. 2017
  6. GKV Spitzenverband (2017) Vereinbarung über das Nähere zum Prüfverfahren n. § 275, Abs. 1 c SGB V, Prüfverfahrensvereinbarung § 7 Abs. 5, Satz 2, vom 03.02.2016. https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/krankenhaeuser/abrechnung/abrechnungspruefung/KH_PruefvV_2016_02_03.pdf. Zugegriffen: 23. Nov. 2017.
  7. Rapp B (2010) Praxiswissen DRG, Optimierung von Strukturen und Abläufen, 2. Aufl., W. Kohlhammer Verlag, StuttgartGoogle Scholar
  8. Sozialgericht Reutlingen (2017), Zulässigkeit der nachträglichen Korrektur einer Krankenhausrechnung, Urteil vom 11.01.2017,AZ: S1 KR 3109/15Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.HeppenheimDeutschland
  2. 2.HeppenheimDeutschland
  3. 3.KasselDeutschland

Personalised recommendations