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Konsumerisation von B2B – Angleichung des gewerblichen Online-Kaufs an den B2C-E-Commerce

  • Gerrit Heinemann
Chapter

Zusammenfassung

Der elektronische Handel zwischen Unternehmen ist eigentlich nicht neu. Bereits seit den Neunzigern vernetzen Hersteller und Großhändler ihre EDV-Systeme, um per EDI (Electronic Data Interchange) die automatische Bestellung von bestimmten Produkten auszulösen, die natürlich vorher auch offline ausgehandelt wurde. Dieses sogenannte E-Procurement ist mittlerweile in großen Konzernen mehr oder weniger üblich, insbesondere bei Alltagsprodukten wie Papier, Toner oder Büromaterialien. Mitarbeiter können so über interne Systeme Ware einfach nachdisponieren. E-Procurement lohnt sich allerdings eher für große Unternehmen mit hohen Bestell-Volumina. Die meisten Unternehmen – vor allem in Deutschland – sind jedoch zu klein für solche Lösungen, denn der Aufwand, individuelle Schnittstellen anzubinden und Lieferbedingungen zu verhandeln, ist enorm groß. Zunehmend erkennen B2B-Anbieter diese Lücke und stellen für ihre Kunden Online-Shops zur Verfügung. Auch große Online-Pure-Player halten Online-Geschäft im B2B für attraktiv. So startete Amazon mit Amazon-Supply bereits 2012 – zunächst in den USA und dann auch in den anderen Märkten – mit einem reichhaltigen Sortiment für Handwerk, Büro, Labore und Gastronomie. Dieselben B2B-Kunden, die heute bei Amazon-Supply einkaufen, sind zugleich auch B2C-Kunden bei Amazon und erwarten deswegen den gleichen Service. Dies verdeutlicht einen Trend, nämlich den der Konsumerisierung im B2B-Business.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Hochschule NiederrheinMönchengladbachDeutschland

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