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E-Bilanz pp 13-18 | Cite as

Taxonomie

  • Klaus von Sicherer
  • Eva Čunderlíková
Chapter

Zusammenfassung

Die E-Bilanz muss nach einem amtlich vorgeschriebenen Datensatz an das Finanzamt geliefert werden. Gesetzlich wird das durch § 51 Abs. 4 Nr. 1b EStG geregelt. Danach ist das BMF ermächtigt, im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder, den Mindestumfang der nach § 5b EStG elektronisch zu übermittelnden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung festzulegen. Die Veröffentlichung erfolgt immer durch ein BMF-Schreiben.

Den amtlich vorgeschriebenen Datensatz stellt die sog. Taxonomie dar, welche die bilanzierenden Unternehmen zwingend bei der Erstellung einer E-Bilanz anwenden müssen. Die Taxonomie legt Inhalt, Struktur und Gliederungstiefe der zu übermittelnden Daten fest. Sie kann somit quasi als Kontenrahmen verstanden werden. Bei der Taxonomie handelt es sich um eine steuerliche Vorschrift, die grundsätzlich auf dem Handelsrecht (Maßgeblichkeitsprinzip) basiert, es sei denn, das Steuerrecht gebietet eine andere Vorgehensweise oder lässt etwas anderes zu. Änderungen in der Taxonomie bzw. Anpassungen seitens der bilanzierenden Unternehmen sind nicht möglich. Das bilanzierende Unternehmen kann aber die Finanzverwaltung auf Fehler, Erweiterungsmöglichkeiten oder Streichungsbedarfe über ELSTER hinweisen. Aber prinzipiell entspricht der Umfang der zu übermittelnden Daten dem, was bislang in Papierform zu übermitteln war.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Klaus von Sicherer
    • 1
  • Eva Čunderlíková
    • 2
  1. 1.Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergHalle (Saale)Deutschland
  2. 2.BratislavaSlowakei

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