Advertisement

Nichteisenmetalle

  • Wolfgang Weißbach
  • Michael Dahms
  • Christoph Jaroschek
Chapter

Zusammenfassung

In Tab. 7.1 sind die Anteile der wichtigsten Metalle angegeben, die in der Erdhülle enthalten sind. Aluminium ist das häufigste.

Trotz seines häufigen Auftretens hat Al nicht die Bedeutung des Eisens erlangt. Die Gründe dafür sind:
  • Al ist in vielen nicht abbauwürdigen Erden und Gesteinen enthalten.

  • Al benötigt zur Herstellung aus den Rohstoffen viel elektrische Energie, die erst im Jahre 1880 (Werner v. Siemens) erzeugt werden konnte, während Eisen und seine Herstellung schon im Altertum bekannt war.

  • Al ist nicht härtbar wie Stahl, es scheidet als Werkstoff für höher beanspruchte Bauteile (z. B. Werkzeuge) aus.

  • Bedingt durch seine niedrige Schmelztemperatur hat Al einen niedrigeren E-Modul als Eisen (Steifigkeit).

Die anderen Nicht-Eisen-Metalle, kurz NE-Metalle, sind wesentlich seltener. Sie können wirtschaftlich nur gewonnen werden, weil sie vielfach in Erzgängen, Erznestern oder Schichtablagerungen konzentriert anstehen.

Meist sind mehrere Metallverbindungen miteinander verwachsen, ihre Trennung ist umständlich und teuer. Die Erzeugung beträgt nur einen Bruchteil der Eisen- und Stahlproduktion.

So erklärt sich der z. T. hohe Preis. Der Einsatz der NE-Metalle und ihrer Legierungen ist deshalb auf solche Fälle beschränkt, bei denen ihre besonderen Eigenschaften gegenüber Stahl benötigt werden (Tab. 7.2).

Literatur

  1. GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie. Technische Merkblätter zu Al-Werkstoffen, Verarbeitung und Anwendungen Google Scholar
  2. W01/04: Werkstoff Aluminium; W2/03: Al-Knetlegierungen Google Scholar
  3. W3/03: Formguss von Al-Werkstoffen Google Scholar
  4. W07/07: Wärmebehandlung von Al-Knetlegierungen; W017 Aluminiumschaum www.aluinfo.de
  5. Deutsches Kupfer-Institut Düsseldorf (DKI). Auskunft- und Beratungsstelle f. d. Verwendung von Kupfer und Kupferlegierungen. www.kupfer-institut.de
  6. Deutsches Kupfer-Institut Düsseldorf (DKI). DKI-Fachbücher über Kupfer und -legierungen Google Scholar
  7. Deutsches Kupfer-Institut Düsseldorf (DKI). Datenblätter (download) über Kupfersorten (10), Kupfer-Zink (13), Kupfer-Zinn/Zink (14), weitere 16 zu Kupfer-Nickel, Kupfer-Aluminium u. a. Google Scholar
  8. Beck, A.: Magnesium und seine Legierungen. Springer 2001 Google Scholar
  9. Magnesium-Taschenbuch. Aluminium-Verlag 2002 Google Scholar
  10. Zinkberatung e. V., Düsseldorf. Schriftenreihe, Bestellung über www.zinkberatung.de
  11. Legierungen und Anwendungsbeispiele aus den Bereichen Luftfahrt, Fahrzeug- und Maschinenbau, Bauwesen https://www.otto-fuchs.com (NE-Metalle Al, Cu, Mg, Ti)
  12. Serienverfahren für hochkomplexe, dünnwandige Leichtmetallbauteile www.kug.bdguss.de/giessverfahren (Druckgießen)
  13. DIN-TASCHENBUCH 459 Magnesium, Nickel, Titan und deren Legierungen. Blei, Zink, Zinn und deren Legierungen. Beuth-Verlag, Berlin Google Scholar
  14. DIN-TASCHENBUCH 455/2 Gießereiwesen2 – Nichtmetallguss. Beuth-Verlag, Berlin 2016 Google Scholar
  15. DIN-TASCHENBUCH 450/1 Aluminium 1. Bänder, Bleche, Platten, Folien Butzen, Ronden, geschweißte Rohre, Vormaterial. Beuth-Verlag, Berlin 2015 Google Scholar
  16. DIN-TASCHENBUCH 450/2 Aluminium 2. Stangen Rohre, Profile, Drähte, Vormaterial. Beuth-Verlag, Berlin 2017 Google Scholar
  17. DIN-TASCHENBUCH 450/3 Aluminium 3. Hüttenaluminium, Aluminiumguss, Schmiedestücke, Vormaterial. Beuth-Verlag, Berlin 2012 Google Scholar
  18. DIN 456-2/15 Kupfer 2 Walzprodukte und Rohre. Beuth-Verlag, Berlin Google Scholar
  19. DIN 456-3/15 Kupfer 3 Stangen Drähte, Profile, Gussstücke und Schmiedestücke. Beuth-Verlag, Berlin Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Weißbach
    • 1
  • Michael Dahms
    • 2
  • Christoph Jaroschek
    • 3
  1. 1.BraunschweigDeutschland
  2. 2.Hochschule FlensburgFlensburgDeutschland
  3. 3.FH BielefeldBielefeldDeutschland

Personalised recommendations