Verordnete Zusammenarbeit

Antinomien der (Rechts-)Norm ‚Kindeswohl‘
Chapter
Part of the Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit book series (PERSOA, volume 30)

Zusammenfassung

Die gesellschaftliche Bestimmung von ‚Kindeswohl’ und ‚elterlicher Sorge’ ist insbesondere im Zuge der Gesetzesentwicklung zu Trennung und Scheidung im Verlauf des 20. und 21. Jahrhunderts mehrfach unter dem Aspekt von Partizipation und Beteiligung neu akzentuiert worden. Dies zeigt sich in der veränderten Bezeichnung von der ‚elterlichen Gewalt’ als nunmehr ‚elterliche Sorge’ oder auch im Wandel von der väterlichen Entscheidungsbefugnis oder der Vorstellung einer ‚natürlichen Mütterlichkeit’ hin zur Pflicht beider Elternteile zur Pflege und Erziehung ihrer Kinder (Parr 2006).

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Authors and Affiliations

  1. 1.Helmut Schmidt Universität/Universität der BundeswehrHamburgDeutschland

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