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Das Austrophilen-Feld

  • Kurt GostentschniggEmail author
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Zusammenfassung

Nach den Vorbemerkungen zur Entwicklung der albanischen Nationalbewegung haben wir den katholischen Klerus und die Stammesführer in Nordalbanien behandelt; dann haben wir die Toptani–Familie in Tirana, die Vlora–Familie in Vlora, die „Nationale Partei“ der Beys, die Agas, die osmanische Verwaltung, die Wende 1896/1897 mit dem Beginn der zweiten Phase der albanischen Nationswerdung und die Entwicklung der „Nationalen Partei“ 1898–1904 in Mittel– und Südalbanien besprochen; danach haben wir die Lebensläufe der bedeutendsten individuellen Akteure dieses Feldes geschildert, bevor wir abschließend die Rolle von austrophilen Akteuren im Ersten Balkankrieg 1912 und bei der albanischen Unabhängigkeitserklärung sowie die albanischen Parteigänger Österreich–Ungarns im Ersten Weltkrieg analysiert haben.

Der in der Peripherie angesiedelte Brückenkopf des Zentrums setzte sich aus unterschiedlichen individuellen und kollektiven albanischen Partnerakteuren Österreich–Ungarns zusammen, die jeder für sich sehr differenziert betrachtet werden müssen. Einerseits gehörten sie verschiedenen sozialen Schichten an, andererseits waren ihre Motive vielfältiger Art. Angesichts der eklatanten Verschiedenheit der kollektiven Akteure des Austrophilen–Feldes könnte man durchaus sagen, dass wir es hier mit „Subfeldern“ zu tun haben, die sich hinsichtlich Habitus, Doxa, Illusio und Kapitalien voneinander unterschieden. Die katholischen Stammesführer Nordalbaniens, die katholischen Kleriker Nordalbaniens und die muslimischen Beys Mittel– und Südalbaniens, drei potentielle Subfelder des Austrophilen–Feldes der Doppelmonarchie im albanischen Siedlungsgebiet, hatten in der ersten hier zur Diskussion stehenden Zeit nicht viel miteinander zu tun, wobei die Stammesführer und Kleriker des Nordens einander näherstanden als beide Gruppierungen zu den Beys im Süden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Karl-Franzens-UniversitätGrazÖsterreich

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