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Digital Analytics in Action – Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Praxis der Wirtschaftsinformatik

  • Darius ZumsteinEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Wenn ein Unternehmen eine neue Business Software, Datenbank, Website oder eine neue Native App einführt oder diese weiterentwickelt, so ist das in der Regel ein Gemeinschaftswerk, an welchem viele verschiedene Parteien involviert sind. Wegen wachsender Komplexitäten und Spezialisierungen kommt es in vielen Digital- und Analytics-Projekten oft zu Schwierigkeiten. Ursache dabei ist (meist) nicht die Technik beziehungsweise Technologie selbst, sondern die Menschen. Als grösste Herausforderung des (Digital) Analytics nennen Fachspezialisten die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitenden inner- und ausserhalb der Organisation. Da sich die Technologien und ihre Anwendungen rasant entwickeln und die Anzahl Schnittstellen im Analytics- und Digital-Umfeld stetig zunehmen, wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht nur vielseitiger und vielschichtiger, sondern zugleich zum Erfolgsfaktor digitaler Unternehmen.

Dieser Festschriftbeitrag diskutiert aus Praxissicht verschiedene Hypothesen zu den Herausforderungen und den Erfolgsfaktoren der interdisziplinären Zusammenarbeit, welche vielen Wirtschaftsinformatiker sowie Fachspezialisten und Managern im Digital-Umfeld bekannt vorkommen mögen. Es werden empirische Forschungsresultate zu Digital Analytics vorgestellt und dessen wichtigste Schnittstellen und Aufgaben in der Berufspraxis geschildert. Das Konzept Holacracy, angewandt im Digital Business, zeigt auf, dass hierarchische Strukturen bei der interdisziplinären Zusammenarbeit nicht immer zielführend sind, Ansätze wie Management by Differentiation hingegen schon. Am Beispiel des Digital Analytics wird aufgezeigt, wie dynamisch, spannend, vielseitig und bereichernd ein Leben in und mit Schnittstellen sein kann.

Schlüsselwörter

Interdisziplinäre Zusammenarbeit Interdisziplinarität Collaboration Digital Business Business Analytics Digital Analytics Praxis der Wirtschaftsinformatik 

Notes

Danksagung

Ich gratuliere meinem Doktorvater Andreas Meier ganz herzlich zum 66. Geburtstag und ich wünsche ihm für sein weiteres akademisches, persönliches und künstlerisches Schaffen und Wirken alles Gute.

Ich bin Andreas bis heute zu grossem Dank verpflichtet. Denn ich verbrachte vom 2007 bis 2012 eine wunderbare Zeit am Lehrstuhl, die ich niemals missen möchte. Andreas gab mir die Möglichkeit und die grosse Freiheit und den Freiraum, mich eigenverantwortlich in Lehre und Forschung einzubringen und mich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Bemerkenswert finde ich sein ganzheitliches Denken und sein interdisziplinäres Arbeiten und Wirken am Departement für Informatik und an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg i. Ü. Er war immer sehr offen und tolerant gegenüber anderen Forschungsgruppen, Wissenschaften und Fakultäten. So habe ich mich als einer der wenigen Betriebswirtschaftler am interdisziplinären Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und am Departement für Informatik immer sehr wohl und zugehörig gefühlt. Oder wie Andreas am 15. Mai 2006 an einer Disputatio Publica treffend formulierte: „Ich bin ein glücklicher Mensch! Ich bin deshalb ein glücklicher Mensch, weil ich in einem interfakultären Departement tätig bin. Interfakultarität ist ein Glücksfall.“ Er hat die interdisziplinären Schnittstellen immer (vor-)gelebt, in der Praxis beim Bankverein oder bei der CSS Versicherung, und als Professor an der Fachhochschule respektive an der Uni. Er ist für mich nicht nur eine hervorragende Führungskraft mit situativem Führungsstil und fachlicher Autorität, sondern eine authentische, eigene, spezielle und grosse Persönlichkeit mit vielen verschiedenen beruflichen und privaten Interessen. Er ist ein mutiger, kreativer und unkonventioneller Querdenker, und manchmal auch Querschläger.

Besonders gut in Erinnerung bleiben mir die Hunderte von gemeinsamen Mittagessen in der Mensa mit anschliessendem Kaffee im Café Villars, in der nahe gelegenen Schokoladenfabrik, wo uns Andreas immer zu Kaffee und Schokolade einlud und interessante Erfahrungen teilte.

Die Klausuren im Wallis, auf dem Monte Comino, am Schwarzsee und am Vierwaldstättersee bleiben ebenfalls äusserst positiv in meinem Gedächtnis. Die grosszügigen Fest- und Promotionsessen in Fribourgs Gourmet-Restaurants Auberge de la Cigogne, La Fleur des Lys, Au Sauvage und Pérolles sind für alle von uns legendär.

Beeindruckt bin ich bis heute von seinen regelmässigen Fahrradtouren vom Wohnort Luzern zu seinem Arbeitsort Fribourg und zurück sowie von seinen spannenden Reiseberichten mit dem Camper unterwegs durch ganz Europa oder zu den Herausgebersitzungen nach Heidelberg. Weiterhin gute Fahrt!

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Hochschule Luzern – WirtschaftLuzernSchweiz

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