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Praxisphasen als hybride Lern- und Erfahrungsräume zwischen Hochschule und Schule

Eine empirisch-vergleichende Analyse zweier Hochschulen
  • Gianpiero Favella
  • Anna-Christin Herrmann
  • Mandy Schiefner-Rohs
Chapter

Zusammenfassung

Versteht man Praxis als schulische Praxis, so scheinen Theorie und Praxis in der LehrerInnenbildung traditionell zwischen Hochschule, Referendariat und Schule institutionell eher getrennt, obwohl gegenseitige Bezugnahmen strukturell vorgesehen sind: So ist beispielsweise in der ersten Phase an der Hochschule oftmals ein Praxisanteil integriert, der je nach den hochschuldidaktischen Konzepten unterschiedlich umgesetzt wird. Das Ziel dieser Praxisphasen unterscheidet sich aber von Praktika in anderen Studiengängen: Zwar wird auch in der LehrerInnenbildung der Blick in die Schule als späteres Berufsfeld eröffnet, dennoch ist hier besonders, dass nicht primär das Unterrichten als Praxis im Fokus steht, sondern die Praxisphase mit Forschungstätigkeiten im Sinne forschenden Lernens perspektiviert wird. AkteurInnen unterschiedlicher kultureller Räume – Hochschule mit Forschungsorientierung einerseits und Schule mit Praxis- und Berufsfeldbezug andererseits – generieren hier einen gemeinsamen Lern- und Erfahrungsraum für Studierende. Im folgenden Artikel wird ein Fallstudiendesign dargestellt, welches die Gestaltung von Praxisphasen an zwei Hochschulen exemplarisch untersucht und einen hybriden Raum sichtbar macht.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  • Gianpiero Favella
    • 1
  • Anna-Christin Herrmann
    • 1
  • Mandy Schiefner-Rohs
    • 2
  1. 1.FideS – Forschungsorientierung in der Studieneingangsphase, Schwerpunkt LehramtTU KaiserslauternKaiserslauternDeutschland
  2. 2.Fachbereich SozialwissenschaftenTechnische Universität KaiserslauternKaiserslauternDeutschland

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