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Online durch die Krise

Digitale Kommunikation öffentlicher Verwaltungen am Beispiel der Flüchtlingsnotquartiere 2015/2016 im Main-Taunus-Kreis
  • Johannes Latsch
Chapter

Zusammenfassung

Öffentliche Verwaltungen, speziell die Rathäuser und Landratsämter, sind nicht gerade als Vorreiter des Online-Marketings bekannt. Und doch hat sich hier in den vergangenen Jahren ein Wandel vollzogen – weg von der Obrigkeitsbehörde alten Stils und hin zum bürgerorientierten Dienstleister, der sich im Wettbewerb der Standorte zugleich als Entwickler der kommunalen Marke versteht (Konken, M. Stadtmarketing-Grundlagen für Städte und Gemeinden, FBV-Medien-Verlag, Limburgerhof, 2000; KGSt, Marketing in Kommunen, Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung (KGSt), Köln, 2004). Die Kommunikation ist wesentliches Mittel des kommunalen Marketings. Während sich die Onlineinformation über E-Mail und Webseiten schon um die Jahrtausendwende durchgesetzt hat und mittlerweile im Rahmen des sogenannten e-Governments (Einen Überblick dazu gibt eine Website des Bundes: http://www.cio.bund.de/Web/DE/Strategische-Themen/E-Government/egovernment_node.html, zugegriffen: 26.04.2018). neue Wege einer umfassenden Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen erprobt werden, halten in jüngerer Zeit auch die Social-Media-Kanäle Einzug in den Kommunikationsmix der Verwaltungen (KGSt, Social Media in der Kommune. Kommunikation und Zusammenarbeit auf neuen Wegen, Kommunale Geschäftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), Köln, 2012). Twitter und vor allem Facebook werden genutzt, um die Öffentlichkeit über Entwicklungen in der Kommune zu informieren, bürgerschaftliches Engagement zu fördern, das kommunale Marketing mit imagefördernden Postings zu unterstützen oder kommunikativ durch Krisenlagen zu manövrieren.

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Authors and Affiliations

  • Johannes Latsch
    • 1
  1. 1.Bad HomburgDeutschland

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