Methode und Vorgehen

Chapter

Zusammenfassung

Aufbauend auf den theoretischen Überlegungen dieser Arbeit und anschließend an die daraus resultierenden Implikationen, die in Kapitel 3.4. Implikationen für das weitere Vorgehen herausgearbeitet wurden, ist eine sehr offene empirische Methode zu wählen. Folgt man Hörning, liegt die Crux aus der Perspektive praxistheoretischer Ansätze darin, wie das „[w]eithin implizite praktische Wissen und Können der Beteiligten zum Vorschein“ gebracht werden kann. Hörning sieht die Praxistheorie als sich (noch) zu häufig in der Kulturtheorie absichernd, oder wie er schreibt: „Zu viel culture, zu wenig doing!“ (Hörning 2004, S. 20). Kulturtheoretische Arbeiten verwenden, vor allem in ihrer mentalistischen Variante, sehr häufig Interviews oder Gruppendiskussionen. In ihrer textualistischen Variante sind es vor allem Dokumentenanalysen oder neuerdings auch Netnographien, die methodisch Einzug erhalten. Sie beinhalten nach Hörning noch zu viel „culture“. Um den Fokus deutlich stärker auf „doing“ zu legen, müssen andere Methoden herangezogen werden. Beobachtung ist hier ein zentrales methodisches Instrument. Vor allem kommen daher ethnographische Methoden in Frage. Ethnographie soll dabei keinesfalls, wie häufig geschehend, auf Beobachtung reduziert werden. Ethnographie ist deutlich mehr, doch wird hierauf noch detailliert eingegangen werden. Grundsätzlich kann Ethnographie aber als eine Art qualitativer Methodenmix, der auf Beobachtung aufgebaut ist, verstanden werden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Fachbereich GesellschaftswissenschaftenGoethe-Universität FrankfurtFrankfurt am MainGermany

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