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Zwischen Anrufung und Subjektivierung: Diskursive und narrative Praxen ostdeutscher Identitätskonstruktionen nach 1989 am Beispiel der Wendegeneration

  • Jaqueline FlackEmail author
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Zusammenfassung

Für die Konstruktion ostdeutscher Identitäten können zum einen Mechanismen der Fremd- und zum anderen der Selbstkonstruktion identifiziert werden. Im Zentrum der folgenden Überlegungen stehen die Wechselwirkungen zwischen vor allem medialen Praxen der Konstruktion eines ostdeutschen Kollektivsubjekts und den narrativen Praxen der Selbstkonstruktion von VertreterInnen der Wendegeneration. Erstere erfolgen am Beispiel von Ostdeutschland vor allem auf öffentlich-medialer Ebene sowie im Kontext interpersoneller Begegnungen. So konnten zum Beispiel Ahbe (2009), Kollmorgen (2011, S. 301–395) sowie Pates und Schochow (2013) zeigen, dass sich das negative Bild der Ostdeutschen im öffentlichen Diskurs in den letzten 20 Jahren kaum verändert hat.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Universität TübingenTübingenDeutschland
  2. 2.Europa-Universität ViadrinaFrankfurt/OderDeutschland

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