Lebenszykluskosten (LzK) einer Immobilie

Chapter

Zusammenfassung

Eine konventionelle Bauweise, ein Gebäude was der heutigen EnEV (2014) und EEWärmeG (2014) entspricht, ist zwar günstiger in der Herstellung als ein Passivgebäude, dieses erweist sich aber in der Lebenszykluskosten als unrentabel (Gromer 2012, S. 98–100). In der Abb. 5.1 wird dieser Vergleich verdeutlicht. Es ist erkennbar, dass sich die wirtschaftlichen Vorteile der Nachhaltigkeit mit der Länge des Betrachtungszeitraumes und dem höheren Standard der Nachhaltigkeit erhöhen.

Die erhöhten Investitionskosten bei der Passivbauweise werden durch die geringeren Ausgaben während der Nutzungsphase, speziell im Bereich der Energiekosten und der Instandsetzungskosten nach ca. 30 Jahre, kompensiert. Nachhaltiges Bauen lohnt sich also für die Nutzer der Immobilie (Gromer 2012, S. 99 f.). Welche Lebenszykluskosten in der Nachhaltigkeit betrachtet werden, ist Abschn. 5.4 Lebenszykluskostenrechnung zu entnehmen.

Die Aufgabe eines FM ist es die gesamte Lebensdauer (beim Neubau) eines Gebäudes zu berücksichtigen. Nur so kann eine erfolgreiche Umnutzung des Gebäudes garantiert werden. Diese Aufgabe wird bereits in der Konzeptphase (Planungsphase) berücksichtigt. In der Lebenszyklusbetrachtung fließen z. B. die Bewirtschaftungskosten (Energie‐, Instandhaltungs‐, Reinigungskosten und Nutzungsentgelte) und Nachinvestitionskosten (z. B. Modernisierung, Lebensdauer bestimmter Bauteile, Austauschbarkeit einzelner Bauelemente) ein (Käding 2011, S. 13).

Literatur

  1. BMVBS: Leitfaden Nachhaltiges Bauen. Berlin, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), 2011-02Google Scholar
  2. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare‐Energien‐Wärmegesetz – EEWärmeG). Saarbrücken, juris GmbH, 2015Google Scholar
  3. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung – EnEV). Saarbrücken, juris GmbH, 2015Google Scholar
  4. Deutsche Norm: DIN 276-1, Kosten im Bauwesen-Teil 1: Hochbau. Berlin, Beuth-Verlag, 2008-12Google Scholar
  5. Gromer, Christian: Die Bewertung von nachhaltigen Immobilien. Ein kapitalmarkttheoretischer Ansatz basierend auf dem Realoptionsgedanken. Wiesbaden, Springer Gabler, 2012Google Scholar
  6. Hoffmann, Gerhard: Life Cycle Costs (LCC): Nachhaltigkeit als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Köln, Immotions, 2014-02Google Scholar
  7. Käding, Uta: Lebenszykluskosten-Ermittlung von Immobilien. Teil 1: Modell, 1 Aufl. Zürich, vdf Hochschulverlag an der ETH Zürich, 2011Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.WesterkappelnDeutschland

Personalised recommendations