Stadt- und Verkehrsplanung in der öffentlichen Verwaltung

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Zusammenfassung

Eine Stadtverwaltung als Teil der öffentlichen Verwaltung „ist das Ergebnis eines langen historischen Entwicklungsprozesses“ wie Renate Mayntz es in ihrer klassischen „Soziologie der öffentlichen Verwaltung“ formuliert (Mayntz 1978, S. 12) und sie unterlag seit der Nachkriegszeit unterschiedlichen Reformen. In ihrer Studie über Innovationen in der Verwaltung unterscheidet Jutta Bott vier Entwicklungslinien von Reformen in der Bundesrepublik Deutschland, die bis heute auf die eine oder andere Weise und in unterschiedlichem Maß das Geschehen prägen. Hervorzuheben sind darunter das grundsätzliche Bemühen um einen Abbau von Bürokratie zur Verwaltungsvereinfachung ab dem Jahr 1975, auch bekannt unter dem Schlagwort „Schlanker Staat“ (vgl. Bott 2013, S. 12), ergänzt um das Leitbild mehr Bürgerorientierung als „Aktiver Staat“ ab dem Jahr 1978 (vgl. Bott 2013, S. 13) und schließlich das so bekannte wie vielfach kritisierte und beforschte „New Public Management“ ab dem Jahr 1991 (vgl. dies, S.16). All diese Reformansätze beeinflussen neben den Vorgaben der Europäischen Gemeinschaft auf supranationaler Ebene, die Organisationsstrukturen und Ziele von öffentlichen Verwaltungen auf den drei Ebenen von nationaler regierungspolitischer Kompetenzverteilung in Deutschland: den Kommunen, den Bundesländern und dem Bund.

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Literatur

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.WuppertalDeutschland

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