Chapter

Alter(n) und vergängliche Körper

Part of the series Wissen, Kommunikation und Gesellschaft pp 183-207

Date:

Alter(n) non-verbal verkörpern

Eine posthumanistisch-performative Analyse des Körperwissens von Rentner_innen in Interviews

* Final gross prices may vary according to local VAT.

Get Access

Zusammenfassung

Auf der Grundlage von posthumanistisch-performativen Annahmen zeigt diese qualitative Analyse, wie Menschen im Ruhestand ihre Einstellungen und Erfahrungen zum Alter(n) in Interviews verkörpern: Das Wissen über das Alter(n) und das altersspezifische Wissen des Körpers konstituieren sich in der Bezugnahme zwischen Menschen und Dingen und bringen so fünf Formen des Alter(n)s hervor: Alter(n) unterbrechen, sich vom Alter(n) abgrenzen, Alter(n) beweisen, Alter(n) ausgleichen und Alter(n) aktualisieren. Durch die Auseinandersetzung mit non-verbalen Verkörperungsprozessen wird der Ansatz doingage spezifiziert und mit der Einführung des Begriffs des Mensch-Ding-Wissens eine wichtige Anschlussstelle für den Ansatz Körperwissen erarbeitet. Die Ergebnisse bilden die Heterogenität des Alter(n)s ab und zeigen, dass situative Verkörperungen von Alter(n) immer abhängig von dem Apparat sind, in dem sie sich konstituieren.