„Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“. Langfristige Auswirkungen veränderten Bildungs- und Beschäftigungsverhaltens auf dem Arbeitsmarkt

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Part of the Bildung und Arbeit book series (BUA)

Zusammenfassung

Der Bologna-Prozess in Deutschland scheint vom Erfolg gekrönt zu sein. In den letzten Jahren haben die Anteile der Schulabgänger mit einer Hochschulzugangsberechtigung und der Studienanfänger am Altersjahrgang massiv zugenommen. Akademische Abschlüsse könnten den mittleren Qualifikationen ihren Rang als wichtigste berufliche Qualifikation ablaufen. Zugleich hat sich auch das Erwerbsverhalten vor allem von Älteren und Frauen geändert, wobei das Erwerbsverhalten selbst stark durch das Qualifikationsniveau mitbestimmt ist. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung beeinflussen diese beiden genannten Faktoren unmittelbar die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Aber inwieweit werden diese Qualifikationen auch auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt? Und kann der Bedarf an qualifizierten mittleren Fachkräften zukünftig noch gedeckt werden? In dem folgenden Aufsatz soll diese Entwicklung beschrieben und mit den Modellrechnungen der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen sollen die daraus erwachsenden möglichen langfristigen Entwicklungslinien aufgezeigt werden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Bundesinst. f. BerufsbildungBonnDeutschland
  2. 2.Inst. f. Srbeitsmarkt- und BerufsforschungNürnbergDeutschland

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