Risiko und Versicherungstechnik pp 25-68 | Cite as
Einzelrisiko, Versicherungsnachfrage und Versicherungsmarkt
Zusammenfassung
Versicherer verpflichten sich im Versicherungsvertrag gegenüber dem Versicherungsnehmer zu vorab klar definierten Leistungen, die dem Zufall unterliegen. Das versicherte Einzelrisiko, die kleinste Einheit für versicherungstechnische Entscheidungen, ergibt sich hieraus als die Ungewissheit der nach Eintritt und/oder Höhe zufälligen (vertraglichen) Leistungen. Die möglichen Leistungen lassen sich üblicherweise in Geldeinheiten messen und stellen bedingte Leistungen dar, die an den Eintritt eines Versicherungsfalls gebunden sind. Nach einer Abgrenzung des Einzelrisikos wird in diesem Kapitel das Grundmodell der Entscheidungstheorie eingeführt, mit dessen Hilfe das Entscheidungsproblem der für eine Versicherungsbeziehung relevanten Entscheider anschaulich dargestellt und einfach analysiert werden kann. Die für die Abbildung zufälliger Ergebnisse notwendigen Anforderungen an Wahrscheinlichkeitsmaße werden erläutert und unterschiedliche Wahrscheinlichkeitsinterpretationen vorgestellt. Es folgen einführende Darstellungen zu theoretischen Grundlagen der Versicherungsnachfrage, die u.a. die Konzepte Risikoaversion und Erwartungsnutzen behandeln und grundlegende Ergebnisse der Versicherungsnachfragetheorie bei symmetrischer und asymmetrischer Information zum Gegenstand haben. Abschließend wird die wohlfahrtsökonomische Bedeutung der Versicherung diskutiert.
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