Der Ausblick

Chapter

Zusammenfassung

Soziale Normen werden in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit durch soziale Kontrolle konstituiert. Diese Aussage stimmt, greift jedoch zu kurz und simplifiziert einen komplexen Zusammenhang. Betrachtet man die Reproduktion und Durchsetzung sozialer Normen in der Institution der Offenen Kinder- und Jugendarbeit als soziale Kontrolle im Rahmen einer Sozialisation, ist zunächst von einer Machtasymmetrie innerhalb der Institution auszugehen. Die Person, die soziale Kontrolle ausübt und als Normsenderin bzw. Normsender auftritt, verfügt über mehr Macht als die zu kontrollierende Person als Normempfängerin bzw. Normempfänger (Flösser & Wohlgemuth 2011, S. 1368). Treten die Professionellen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit als Beteiligte im Sozialisationsprozess von Kindern und Jugendlichen auf, ist ihre eigene Machtposition in der Sozialstruktur der jeweiligen Institution also eine konstitutive Bedingung sozialer Normen. Die im Rahmen dieser Studie erarbeiteten Erkenntnisse zeigen, dass eine solche Position nicht maßgeblich durch die Rolle als Erwachsene bzw. Erwachsener und deren bzw. dessen offiziellen Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterstatus in der Organisation konstituiert wird (gegensätzlich Sturzenhecker 2005, S. 343).

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.FK 12 / ISEPTechnische Universität DortmundDortmundDeutschland

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