Schulkultur pp 161-182 | Cite as

Der Fall Schulkulturforschung

Einbettungen im Feld der Bildungsforschung
Chapter

Zusammenfassung

In zahlreichen Studien zur Schulkultur werden Vorgehensweisen der empirischen Bildungsforschung gewählt, um einzelschulspezifische und vergleichende Perspektiven auf institutionelle Bildung in Kindheit und Jugend einzunehmen. Der Beitrag zum „Fall Schulkulturforschung“ versucht eine breitere Einbettung dieser Forschungslinie im Feld der Bildungsforschung. Dabei wird auch auf die methodologische Grundlegung von Schulkulturforschung als qualitative Bildungsforschung eingegangen und das rekonstruktiv-qualitative Paradigma, dem die Schulkulturforschung folgt von der Sache und dem Untersuchungsgegenstand her zu begründen.

Keywords

Schulkultur rekonstruktive Bildungsforschung qualitative Methodologie Methodologie Bildungsforschung Theorie und Empirie 

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Ballauf, T. (1989): Pädagogik als Bildungslehre. 2. Auflage, Weinheim.Google Scholar
  2. Bender, S. (2010): Kunst im Kern von Schulkultur. Ästhetische Erfahrung und ästhetische Bildung in der Schule. Wiesbaden.Google Scholar
  3. Benner, D. (2013): Statement 3: Wohin geht die empirische Bildungsforschung? In: Müller, H.-R./ Bohne, S./ Thole, W. (Hrsg.): Erziehungswissenschaftliche Grenzgänge. Opladen, Berlin, Toronto, S. 135–144.Google Scholar
  4. Böhme, J. (2000): Schulmythen und ihre imaginäre Verbürgung durch oppositionelle Schüler. Ein Beitrag zur Etablierung erziehungswissenschaftlicher Mythenforschung. Bad Heilbrunn.Google Scholar
  5. Bollnow, O. F. (2001): Die pädagogische Atmosphäre. Untersuchungen über die gefühlsmäßigen zwischenmenschlichen Voraussetzungen der Erziehung. Essen.Google Scholar
  6. Bourdieu, P. (1974): Zur Soziologie der symbolischen Formen. Frankfurt a. M.Google Scholar
  7. Bourdieu, P. u. a. (1997): Das Elend der Welt. Konstanz.Google Scholar
  8. Bourdieu, P. (1999): Die feinen Unterschiede. Frankfurt a. M.Google Scholar
  9. Busse, S. (2010): Bildungsorientierungen Jugendlicher in Familie und Schule. Die Bedeutung der Sekundarschule als Bildungsort. Wiesbaden.Google Scholar
  10. Brezinka, W. (1971): Von der Pädagogik zur Erziehungswissenschaft. Eine Einführung in die Metatheorie der Erziehung. Weinheim.Google Scholar
  11. Brezinka, W. (2007): Eine „realistische Wendung“? Erinnerung eines kritischen Weggefährten an Heinrich Roth. In: Die Deutsche Schule, 9. Beiheft, S. 125–140.Google Scholar
  12. Bronfenbrenner, U. (1981): Die Ökologie der menschlichen Entwicklung. Stuttgart.Google Scholar
  13. Devereux, G. (1976): Angst und Methode in den Verhaltenswissenschaften. Frankfurt a. M.Google Scholar
  14. Ecarius, J./ Miethe, I. (2012): Methodentriangulation in der qualitativen Bildungsforschung. Opladen.Google Scholar
  15. Fend, H. (2008): Schule gestalten. Systemsteuerung, Schulentwicklung und Unterrichtsqualität. Wiesbaden.Google Scholar
  16. Gläser-Zikuda, M. u. a. (2012): Mixed Methods in der empirischen Bildungsforschung. Münster, New York, München, Berlin.Google Scholar
  17. Gonon, P. (2006): Bildung als Selbstführung. Max Webers Alternative zur Geisteswissenschaftlichen Bildungstheorie. In: Oelkers, J./Casale, R./Horlacher, R./Google Scholar
  18. Larcher Klee, S. (Hrsg.): Rationalisierung und Bildung bei Max Weber. Beiträge zur Historischen Bildungsforschung. Bad Heilbrunn, S. 181–208.Google Scholar
  19. Gräsel, C. (2009): Was ist empirische Bildungsforschung? In: Reinders, H./ Ditton, H./ Gräsel, C./ Gniewosz, B. (Hrsg.): Empirische Bildungsforschung. Strukturen und Methoden. Wiesbaden, S. 13–27.Google Scholar
  20. Helsper, W. (2008): Schulkulturen als symbolische Sinnordnungen und ihre Bedeutung für die pädagogische Professionalität. In: Helsper, W./Busse, S./Hummrich, M./Google Scholar
  21. Kramer, R.-T. (Hrsg.): Pädagogische Professionalität in Organisationen. Wiesbaden, S. 115–145.Google Scholar
  22. Helsper, W./ Böhme, J./ Kramer, R.-T./ Lingkost, A. (2001): Schulkultur und Schulmythos. Rekonstruktionen zur Schulkultur I. Opladen.Google Scholar
  23. Helsper, W./ Hummrich, M. (2008): Arbeitsbündnis, Schulkultur und Milieu – Reflexionen zu Grundlagen schulischer Bildungssprozesse. In: Breitenstein, G./Google Scholar
  24. Schütze, F. (Hrsg.): Paradoxien in der Reform der Schule. Wiesbaden, S. 43–72Google Scholar
  25. Helsper, W./ Hummrich, M./ Kramer, R.-T. (2009): Qualitative Mehrebenenanalyse. In Friebertshäuser, B./ Prengel, A./ Langer, A. (Hrsg.): Handbuch Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. 3. Vollständig überarbeitete Auflage, Weinheim und München, S. 119–135.Google Scholar
  26. Helsper, W./Kramer, R.-T./Hummrich, M./Busse, S. (2009): Jugend zwischen Familie und Schule. Wiesbaden.Google Scholar
  27. Hirschauer, S. (2008): Die Empiriegeladenheit von Theorien und der Erfindungsreichtum der Praxis. In: Kalthoff, H./ Hirschauer, S./ Lindemann, G. (Hrsg.): Theoretische Empirie. Frankfurt a. M., S. 165–187.Google Scholar
  28. Honneth, A. (1994): Der Kampf um Anerkennung. Frankfurt a. M.Google Scholar
  29. Hummrich, M. (2011): Jugend und Raum. Exklusive Zugehörigkeitsordnungen in Familie und Schule. Wiesbaden.Google Scholar
  30. Hummrich, M. (2013): Encore! Einige methodologische Reflexionen zum erziehungswissenschaftlichen Kulturvergleich. In: Hummrich, M./Rademacher, S. (Hrsg.): Kulturvergleich in der qualitativen Forschung. Erziehungswissenschaftliche Perspektiven und Analysen. Wiesbaden, S. 299–310.Google Scholar
  31. Hummrich, M./ Kramer, R.-T. (2011): Qualitative Mehrebenenanalyse als triangulierendes Verfahren. In: Ecarius, J./ Miethe, I. (Hrsg.): Methodentriangulation in der qualitativen Forschung. Opladen, S. 109–134.Google Scholar
  32. Hummrich, M./Rademacher, S. (2012): Die Wahlverwandtschaft von qualitativer Forschung und Kulturvergleich und ihre Bedeutung für die Erziehungswissenschaft – strukturtheoretische Überlegungen. In: Zeitschrift für qualitative Forschung (ZQF), 13. Jg., Heft 1–2, S. 39–53.Google Scholar
  33. Koller, H.-C. (2012): Anders werden. Zur Erforschung transformatorischer Bildungsprozesse In: Miethe, I./ Müller, H.-R. (Hrsg.): Qualitative Bildungsforschung und Bildungstheorie. Opladen, S. 19–34.Google Scholar
  34. Kramer, R.-T. (2002): Schulkultur und Schülerbiographie. Das „schulbiographische Passungsverhältnis“. Rekonstruktionen zur Schulkultur II. Opladen.Google Scholar
  35. Leutner, D. (2013): Statement I: Empirische Bildungsforschung. In: Müller, H.-R./Google Scholar
  36. Bohne, S./ Thole, W. (Hrsg.): Erziehungswissenschaftliche Grenzgänge. Opladen u. a., S. 131–134.Google Scholar
  37. Meseth, W. (2011): Erziehungswissenschaftliche Forschung zwischen Zweck und Wertrationalität. Überlegungen zum Normativitätsproblem der empirischen Unterrichtsforschung. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ZSE), 31. Jg, H. 1, S. 12–27.Google Scholar
  38. Müller, H.-R./ Bohne, S./ Thole, W. (Hrsg.) (2013): Erziehungswissenschaftliche Grenzgänge. Opladen, Berlin, Toronto. Oevermann, U. (1983): Zur Sache. Die Bedeutung von Adornos methodologischem Selbstverständnis für die Begründung einer materialen soziologischen Strukturanalyse. In: Friedeburg, L. v./ Habermas, J. (Hrsg.): Adorno-Konferenz. Frankfurt a. M., S. 234–289.Google Scholar
  39. Oevermann, U. (1993): Die objektive Hermeneutik als unverzichtbare methodologische Grundlage für die Analyse von Subjektivität. Zugleich eine Kritik der Tiefenhermeneutik. In: Jung, T./Müller-Doohm, S. (Hrsg.) ‚Wirklichkeit‘ im Deutungsprozess. Verstehen und Methoden in den Kultur- und Sozialwissenschaften. Frankfurt a. M., S. 106–189.Google Scholar
  40. Oevermann, U. (2001): Die Soziologie der Generationenbeziehungen und der historischen Generationen aus strukturalistischer Sicht und ihre Bedeutung für die Schulpädagogik. In: Kramer, R.-T./Helsper, W./Busse, S. (Hrsg.): Pädagogische Generationsbeziehungen. Jugendliche im Spannungsfeld von Schule und Familie. Opladen, S. 78–128.Google Scholar
  41. Prenzel, M. (2005): Zur Situation der Empirischen Bildungsforschung. In: Mandl, H./ Kopp, B. (Hrsg.): Impulse für die Bildungsforschung. Stand und Perspektiven. Berlin, S. 7–21.Google Scholar
  42. Rademacher, S. (2013): Fallvergleich und Kulturvergleich. Methodologische Implikationen einer kulturvergleichenden qualitativen Forschung. In: Hummrich, M./Google Scholar
  43. Rademacher, S. (Hrsg.): Kulturvergleich in der qualitativen Forschung. Erziehungswissenschaftliche Perspektiven und Analysen. Wiesbaden, S. 65–78.Google Scholar
  44. Radtke, F.-O. (2011): Kulturen sprechen nicht. Die Politik der grenzüberschreitenden Dialoge. Hamburg.Google Scholar
  45. Reh, S. (2013): Statement 2: Disziplinäre Entwicklung der Erziehungswissenschaft als Ausdifferenzierung? In: Müller, H.-R./ Bohne, S./ Thole, W. (Hrsg.): Erziehungswissenschaftliche Grenzgänge. Opladen, Berlin, Toronto, S. 145–150.Google Scholar
  46. Roth, H. (1963): Die realistische Wendung in der Pädagogischen Forschung. In: Die Deutsche Schule, 55. Jg., H. 3, S. 109–119.Google Scholar
  47. Sandring, S. (2013): Schulversagen und Anerkennung. Schulkarrieren im Spiegel der Anerkennungsbedürfnisse Jugendlicher. Wiesbaden.Google Scholar
  48. Schäfer, A. (2009): Bildende Fremdheit. In: Wigger, L. (Hrsg.): Wie ist Bildung möglich? Bad Heilbrunn, S. 185–200.Google Scholar
  49. Schäfer, A. (2013): Umstrittene Kategorien und problematisierende Empirie. In: Zeitschrift für Pädagogik, H. 4, S. 536–551.Google Scholar
  50. Simmel, G. (2004): Postume Veröffentlichungen. Ungedrucktes. Schulpädagogik. Frank furt a. M.Google Scholar
  51. Thompson, C. (2013): Zum Ordnungsproblem in Diskursen. In: Busse, S. u. a. (Hrsg.): Prozesse sozialer Ungleichheit. Wiesbaden S. 229–242.Google Scholar
  52. Weber, M. (1972): Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie Tübingen.Google Scholar
  53. Weber, M. (1988): Gesammelte Aufsätze zur Wisseschaftslehre.7. Aufl. Tübingen.Google Scholar
  54. Wernet, A. (2000): Einführung in die Interpretationstechnik der objektiven Hermeneutik.Opladen.Google Scholar
  55. Wernet, A. (2006): Hermeneutik, Kasuistik, Fallverstehen. Stuttgart.Google Scholar
  56. Zehentreiter, F. (2001): Systematische Einführung. Die Autonomie der Kultur in UlrichGoogle Scholar
  57. Oevermanns Modell einer Erfahrungswissenschaft der sinnstrukturierten Welt. In: Burkholz, R./ Gärtner, C./ Zehentreiter, F. (Hrsg.): Materialität des Geistes. Zur Sache Kultur – im Diskurs mit Ulrich Oevermann. Göttingen, S. 11–106.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.FlensburgDeutschland

Personalised recommendations