Standortübergreifende Programmplanung in flexiblen Produktionsnetzwerken der Automobilindustrie pp 105-160 | Cite as
Entwicklung eines Entscheidungsmodells zur mittelfristigen standortübergreifenden Programmplanung in flexiblen Produktionsnetzwerken der Automobilindustrie
Zusammenfassung
Zur Ausgestaltung des Entscheidungsmodells wird in diesem Kapitel ein mathematisches Modell vorgestellt, welches die Anforderungen der mittelfristigen standortübergreifenden Programmplanung in flexiblen Produktionsnetzwerken der Automobilindustrie erfüllt. Zunächst werden in 5.1 ein Bezugsrahmen eingeführt und die grundlegende Modellart zur Ausgestaltung des Planungssystems definiert. Um Hinweise auf die Schwere und damit die Lösbarkeit des Planungsproblems zu erhalten, wird in 5.2 dessen Komplexität untersucht und ein Komplexitätsbeweis zur Einordnung in die Komplexitätsklassen geführt. Unter Berücksichtigung der ermittelten hohen Problemschwere wird in 5.3 diskutiert, wie Unsicherheiten Im Entscheidungsmodell abgebildet werden können. Es wird gefolgert, dass ein deterministisches Ersatzwertmodell mit nachgeschalteter Sensitivitäts- und Szenarioanalyse zielführend ist. Um die Problemgröße zu reduzieren, wird in 5.4 eine Ab- bzw. Eingrenzung vorgenommen. In 5.5 folgt eine Diskussion der Start- und Endbedingungen sowie der Zielfunktion. Aufbauend auf diesen Vorarbeiten wird in 5.6 schließlich das mathematische Modell auf Basis von zwei Zeitindizes aufgestellt und sodann aufgrund hoher Lösungszeiten in 5.7 auf eine Variante mit nur einem Zeitindex und entsprechend geringerer Variablenanzahl reduziert.