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„Victorian Calling“ – eine Tagungsmethode für den transdisziplinären Dialog

  • Rico Defila
  • Antonietta Di Giulio
  • Ruth Kaufmann-Hayoz
Chapter

Zusammenfassung

Das „Victorian Calling“ wurde für eine transdisziplinäre Fachtagung entwickelt, in deren Rahmen Forschungsergebnisse und sich daraus ergebende Empfehlungen für die Praxis im Entwurf zur Diskussion gestellt und im Dialog weiterentwickelt wurden. Ziel war ein transdisziplinärer Dialog, der der gemeinsamen Arbeit dienen sollte und nicht lediglich dazu, ein Feedback des Zielpublikums einzuholen. Das „Victorian Calling“ ist also eine konkrete Methode für die punktuelle Einbindung von Anwenderinnen und Anwendern in die transdisziplinäre Genese eines wissenschaftlichen Produkts im Rahmen einer Tagung. Bei der Entwicklung der Methode stand die Idee Patin, dass die zu einer solchen Tagung eingeladenen Praxis-Akteure bei den Forschenden zu Gast sind, dass die Gäste zu Besuch kommen, um mit den Gastgebern und untereinander ins Gespräch zu kommen, und dass die Gäste die Hauptpersonen sind und nicht die Gastgeber. Primäre Inspirationsquelle für die Methode, daher auch ihr Name, bildete das im viktorianischen England für Hausbesuche gepflegte Ritual. Im Beitrag werden der Entstehungs-Kontext und die Rückmeldungen der Teilnehmenden dargelegt. Zudem wird die Umsetzung der Methode im Einzelnen präsentiert, um Dritten zu ermöglichen, die Methode selbst anzuwenden.

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Literatur

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Zitierte URL

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  4. Rückmeldungen der Teilnehmenden der Konsum-Fachtagung: www.konsumbotschaften.de/antworten.php (zugegriffen: 22.12.2013)

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  • Rico Defila
    • 1
  • Antonietta Di Giulio
    • 1
  • Ruth Kaufmann-Hayoz
    • 2
  1. 1.BaselSchweiz
  2. 2.BaselSchweiz

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