Von der Wiege bis zur Bahre: Gesundheit und Krankheit aus lebenslaufpolitischer Perspektive
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Zusammenfassung
Nach Martin Kohli (1985) ist der Lebenslauf eine soziale Institution, in der das chronologische Alter zur Bezugsgröße für die Ausbildung einer Normalbiografie wird. Dies manifestiert sich vor allem im Berufs- und Familienleben und wird durch bildungs- und sozialstaatliche Regulierungen geprägt (Lebenslaufpolitik). Im Zuge von Individualisierung und Pluralisierung verändert sich auch der institutionalisierte Lebenslauf: Die Konturen einzelner Lebensphasen verschwimmen, die Übergänge zwischen ihnen werden offener und damit gleichzeitig riskanter.
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