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Acidum formicicum

  • Max Biechele

Zusammenfassung

75 g Glycerin und 75 g zerriebene kristallisierte Oxalsäure bringe man in eine ca. 300 ccm fassende tubulierte Retorte, verbinde dieselbe mit einem Liebigschen Kühler und setze sie in ein Sandbad, das man langsam erwärmt (s. Fig. 3, S. 8). Bei 75° beginnt Entwickelung von Kohlendioxyd und bei 90° destilliert Ameisensäure über. Sobald die Kohendioxydentwickelung nachgelassen, bringe man durch den Tubulus der Eetorte wiederum 75 g zerriebene, kristallisierte Oxalsäure in die Retorte, worauf man wiederum erhitzt, bis die Kohlendioxydentwickelung nachläßt. Man kann nun wiederum Oxalsäure in die Retorte bringen, oder man mäßige das Erhitzen, damit sich keine Zersetzungsprodukte wie Akrolein und Allylalkohol bilden, welche das Destillat verunreinigen. Es kann nochmals Oxalsäure zugesetzt werden, weil eine geringe Menge von Glycerin eine größere Menge von Oxalsäure in Ameisensäure verwandeln kann. Da das Destillat meist etwas Oxalsäure enthält, welche das Kohlendioxyd in die Vorlage herübergerissen hat, so rektifiziere man das Destillat. Dasselbe wird 50 bis 54 Prozent Ameisensäure enthalten und ist mit Wasser auf das spezifische Gewicht von 1,060 bis 1,063 zu bringen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1903

Authors and Affiliations

  • Max Biechele

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