Spezielle Behandlungsmethoden

  • Kurt Götze
  • C. Richard Merten

Zusammenfassung

Damen- und Herrenfutterstoffe. Hier kommen hauptsächlich Stoffe in Satin- und Köperbindung in Frage. Damenfutterstoffe sind stets dünner eingestellt als Herrenfutterstoffe, oft sogar in außerordentlich loser Einstellung. Dies macht in der Färberei eine besondere schonende Behandlung nötig, da jeder Faden gewissermaßen seinen ihm bestimmten Raum ausfüllen muß und jedes Verschieben zu Streifen im Gewebe führt. Andererseits verlangt diese Einstellung eine stark füllende, aber doch weich gehaltene Appretur. Diese Gewebe haben eine sehr große Neigung zur Faltenbildung. Am besten kocht man nach der Entschlichtung gut fett ab und färbt auf dem Jigger unter Vermeidung zu starker Längsspannung. Das Abkochen und Entschlichten kann auch auf dem Jigger vorgenommen werden. Es sind dann aber die Behandlungszeiten entsprechend zu verlängern, da die Ware sich oberhalb der Flotte schnell abkühlt. Selbstverständlich kann man die Stücke auch auf dem Haspel färben. Zur Vermeidung von Blanchissüren ist bei Haspelfärbung sehr fettes Färben und Bombieren des Haspels erforderlich. Sind beim Färben Kniffe entstanden, so kann man, wie auf S. 116 beschrieben, vorgehen. Als Avivagemittel ist zu empfehlen Igepon, Glyzerin, Tallosan o. ä. Man trocknet in der Hänge oder auf dem Plantrockner, spannt mit entsprechendem Dampf, kalandert, rollt auf oder doubliert.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1933

Authors and Affiliations

  • Kurt Götze
    • 1
  • C. Richard Merten
    • 2
  1. 1.Wuppertal-ElberfeldDeutschland
  2. 2.KrefeldDeutschland

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