Physik und Chemie der Cellulose pp 232-248 | Cite as
Die Einwirkung von Schwermetallammoniakaten auf Cellulose
Zusammenfassung
Daß bei der Einwirkung von ammoniakalischen Kupferlösungen auf Cellulose besonders interessante Verhältnisse vorliegen, hat schon E. Schweizer2 im Jahre 1857 beobachtet. Er fand, daß pflanzliche Fasern von solchen Lösungen unter Quellung und ohne merkliche Wärmeentwicklung gelöst und aus ihnen in „praktisch unveränderter“ Form durch Säuren oder Salze wieder ausgeschieden werden können. In den folgenden Jahren ist diese Reaktion von den Cellulosechemikern vielfach aufgegriffen und untersucht worden3, da sie damals das einzige Mittel bildete, native Cellulose ohne allzu starken Abbau zu dispergieren. Später gesellte sich zu dem wissenschaftlichen Interesse noch eine recht erhebliche technische Bedeutung dadurch, daß die Herstellung der sogenannten Kupferseide auf dem Verspinnen von Celluloselösungen in Schweizers Reagens basiert.
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