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Zur Pathogenese der Kojewnikoffschen Epilepsie

  • Ulrich Fleck

Zusammenfassung

Vortragender berichtet über 4 Kranke, die er in den letzten Jahren in der Göttinger Nervenklinik mit Ko jewnikoffschen Anfällen beobachten konnte. Er setzt sich mit dem Krankheits-bilde der Kojewnikoff-Epilepsie auseinander, für die charakteristisch ist, daß dauernd — d. h. unter Umständen über Monate hin — in umschriebenen Teilen des Körpers, halbseitig oder nur auf eine Extremität beschränkt, krampfartige Zuckungen ohne Bewußtseinsverlust auftreten. Weiterhin werden dann neben solchen Zuckungen noch Anfälle vom Jackson-Typ sowie allgemein-epileptische Anfälle mit Bewußtlosigkeit beobachtet. Im Film führt er 3 der Kranken vor. — Bei dem ersten handelt es sich wohl nur um ein symptomatologisches Zwischenspiel bei einer mit schweren Anfällen einhergehenden genuinen Epilepsie. Pyramidenzeichen waren nicht festzustellen. Die Punktion ergab ein negatives Resultat. Der Kranke verstarb, ohne daß eine Sektion gemacht werden konnte. — Die zweite Kranke des Films ist schon 1930 auf der Tagung der südwestdeutschen Neurologen und Psychiater in Baden-Baden gezeigt worden. Bei ihr handelt es sich wohl um Folgen einer Masern-Encephalitis.

Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel in Berlin 1936

Authors and Affiliations

  • Ulrich Fleck
    • 1
  1. 1.GöttingenDeutschland

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