Bewegungsorgane
Zusammenfassung
Das Knochengewebe ist ein speziell gebautes Bindegewebe, wobei in einem dichten Kollagen-Fasergeflecht die Knochengrundsubstanz zuerst als unverkalktes Osteoid abgelagert wird. Dann kommt es zu seiner Verkalkung durch die Einlagerung von Ca10(PO4)6(OH2) und Calciumcarbonat CaCo3. Kollagenfasern, Osteoid und Knochen werden von modifizierten Bindegewebszellen gebildet. Das Bindegewebe bleibt zeitlebens als Periost und Endost in Verbindung mit dem Knochen. Von ihm aus erfolgt auch An- und Abbau. Die Fibrocyten wandeln sich unter Abrundung ihrer Form und Entwicklung von reichlich rauhem endoplasmatischem Retikulum in Osteoblasten um. Mehrkernige Riesenzellen bauen als Osteoklasten den Knochen ab. Die Osteoblasten umgeben den Knochenbalken in Form einer epithelartigen Röhre und bilden Osteoid, das als eosinophile Hülle, im Schnittpräparat als schmales Band den Knochen umgibt; daher ist die Anbauzone im histologischen Schnitt vom basophilen, bereits verkalkten Knochen leicht zu unterscheiden. Wenn der Anbau beendet ist, verkalkt das angelagerte Osteoid und bildet eine basophile Abschlußlinie. Bei neuerlichem Knochenanbau bleibt diese als Kittlinie bestehen und so kann jederzeit Knochenan- und-umbau leicht erkannt werden.
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