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Der „Gestaltkreis“ von Viktor von Weizsäcker

  • Paul Christian
Part of the Schriften zur anthropologischen und interdisziplinären Forschung in der Medizin book series (ANTHROPOLOGIE)

Zusammenfassung

Der „Gestaltkreis“ nimmt im Gesamtwerk Viktor von Weizsäckers eine zentrale Stellung ein. Unter diesem Titel hat er die implikative Einheit von Wahrnehmen und Bewegen erläutert. Sein Anliegen war der Versuch, die Subjektivität in eine strukturelle Beziehung zur Umwelt zu stellen, um die in der Biologie und Medizin verfestigte Subjekt-Objekt-Spaltung in Frage zu stellen und zu überwinden. Die Gestaltkreisidee war vor allem der Leitfaden für ein — wie von Weizsäcker es nannte — „pathisches“ Menschenverständnis. Die Entwicklungsgeschichte dieser Idee reicht in Stufen über 20 Jahre hinweg von einer positivistischen Färbung bis zu ihrem anthropologischen Kern.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • Paul Christian

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