Dichtung und Menschenkenntnis pp 1-26 | Cite as
Agamemnon und Achilles
Zusammenfassung
Der Anfang des ersten Gesanges der Ilias ist eine Einführung in das ganze Epos. Wir hören, wovon es handelt und warum es unser Interesse verdient. Singen und sagen soll die Muse von dem Zorn des Peliden Achilleus, dem verderblichen, der anders als der Grimm anderer Helden dem eigenen Volk zum Unheil wurde. Groß und erstaunlich sind aber nicht bloß seine Folgen. Von seinem Ursprung gilt dasselbe. Denn hinter ihm und all der Not, die er hervorrief, steht der zielsichere Ratschluß des Weltregenten Zeus. Angesichts einer so wuchtigen Motivierung scheint der Beginn der Geschichte, der Streit zwischen Achilles und Agamemnon, zu einem unbedeutenden Anlaß herabzusinken. In Wahrheit liegt es aber dem Dichter ganz fern, die Taten und Leiden der Menschen einem Gott, der von außen stößt, zuzuschreiben. Klar sieht er den Einfluß ihrer individuellen Eigenart auf ihr Schicksal und betont ihn gleich am Anfang, indem er die Hauptpersonen nicht bloß nennt, sondern zugleich charakterisiert. Der Atride ist „der Beherrscher der Mannen“.
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