Form- und Dimensionsveränderungen des Kolons von krankheitserzeugendem Charakter

  • Gtottwald Schwarz

Zusammenfassung

Wir haben wiederholt auf die großeVariabilität hingewiesen, welche schon physiologischerweise dem Kolon bezüglich seiner Länge, Gestalt und Situation zukommt. Diese Mannigfaltigkeit wurde ja so recht eben erst durch die Röntgenuntersuchung aufgedeckt. Darum hüte man sich davor, jede bei dei Röntgendurehleuchtung etwa zutage tretende Formabweichung des Dickdarms gleich auch als etwas Krankhaftes zu erklären, in ihr sofort die Ursache der Beschwerden zu sehen, derenthalben der Patient den Arzt aufgesucht haben mag. Eine tiefliegende, rechte Flexur, ein mehrfach gewundenes Transversum, ein nach rechts aus-ladendes langes Sigma usw.; all das wird der Erfahrene oft auch bei Personen gefunden haben, die niemals die geringste Störung ihrer Darm-tätigkeit beklagten. Insbesondere gilt dies für die Ptosen des Kolons, die man so häufig bei völlig Darmgesunden antrifft, und mit denen wir uns darum auch in einem eigenen Kapitel gar nicht mehr befassen wollen. Abgesehen von diesen — wie gesagt — physiologischen Abwandlungen des strengen Normaltypus gibt es aber doch Fälle, wo Bildungsanomalien am Dickdarm für ihren Träger Anlaß zu vielfältigen Beschwerden, ja selbst zu akuten Gefahren werden können.

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© Julius Springer in Berlin 1914

Authors and Affiliations

  • Gtottwald Schwarz
    • 1
  1. 1.Universitätsklinik in WienAustria

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