Zusammenfassung
Das Leitrad hat den Zweck, das Wasser, welches aus dem Laufrad mit der absoluten Geschwindigkeit c2 strömt, stoß- und wirbelfrei aufzunehmen, es nach dem anschließenden Gehäuse umzulenken und hierbei die Geschwindigkeit c2 zu verringern und in Druck umzuwandeln. Die Leitschaufel muß also unterm \(\sphericalangle {\alpha _2}\) des Austrittsparallelogramms stehen und muß alsdann eine derartige Krümmung erhalten, daß der Übergang in das Gehäuse dem Sinn der weiteren Strömung im Gehäuse entspricht. Aus diesem Grunde erhalten die Schaufeln entweder sichelförmige Gestalt, Abb. 22, und zwar wenn das Gehäuse spiralförmig ist (vgl. Abb. 4 fröher), oder aber sie erhalten doppelte Krümmung mit ungefähr radialem Austritt, Abb. 23, wenn das Gehäuse ringförmig ist, oder sich ein Überströmkanal zum nächsten Laufrad anschlieβt (vgl. Abb. 6 früher). Die Erweiterung der Schaufel zur Doppelschaufel, wie sie Abb. 23 zeigt, erweist sich wegen der besseren Wasserführung als vorteilhaft. Der Kanalquerschnitt erweitert sich düsenartig und derart, daß eine allmähliche Umsetzung der Geschwindigkeit in Druck erfolgen kann. Erwiesenermaßen treten hierbei nicht unbeträchtliche Verluste auf, welche den Wirkungsgrad der Pumpe ungünstig beeinflussen, und es wird hoffentlich bald gelingen, auf dem Versuchswege3) noch Klarheit über die Strömungsvorgänge zu erhalten, um Verbesserungen an den Leitschaufeln erzielen zu können.