Behandlung der Myome
Zusammenfassung
Ehedem behandelte man die Myomblutungen ganz wie alle Uterusblutungen durch Gaben von Secale, Ergotin, kalte Injektionen mit und ohne Zusatz von Essig, Liqu. ferri, Tamponade usw. und fristete so mühsam manches Leben, das durch die vierwöchentlichen Blutungen zu erlöschen drohte, wenn nicht rechtzeitig ein wohltätiger Klimax eintrat. Noch ganz im Beginn der antiseptischen Ära, als höchstens Koeberlé begonnen hatte, Myome zu operieren, gab Hildebrandt (Königsberg) eine neue Methode zur Behandlung der Myome mit subcutanen Ergotininjektionen an. Seine erste Publikation (1875) zu einer Zeit, wo man in Deutschland noch keine Operationen machte, war aufsehenerregend; er erzieltedurch die subcutanen Injektionen in 20% völliges Verschwinden des Tumors, in 64% Verkleinerung des Tumors. Die Frauenärzte ahmten alsbald sein Vorgehen nach, wenn auch nicht überall mit dem gleichen Erfolg. Die anfängliche Verwndung des Extr. Secal. corn. Pharmac. germ. hatte den Nachteil. daß dadurch sehr schmerzhafte Knoten im subcutanen Bindegewebe hervorgerufen wirden, die auch manchmal vereiterten.
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.