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Homöopathische Medikamente

  • Emil Bürgi

Zusammenfassung

Für die Mischungen von homöopathischen Medikamenten habe ich mich eine kurze Zeit lang interessiert, weil die Lehre Hahnemanns, namentlich seit der bekannten Publikation Biers, wieder mehr in Diskussion stand, an der ich mich auch rege mitbeteiligt habe, dann aber auch, weil es mir möglich schien, die an sich experimentell nicht faßbaren, vielleicht aber doch vorhandenen Wirkungen solcher Arzneien durch Kombination nachweisbar zu gestalten. Die Homöopathen sind ja ihrer Schule gemäß gegen die Arzneikombination und nur die von der Richtung Madaus’ handeln hierin anders. Ich habe im Laufe dieser Darlegungen ab und zu auf die Tatsache hingewiesen, daß die mit Kombinationen gemachten Erfahrungen uns eigentlich zwingen, die unterschwelligen Dosen tiefer herabzusetzen als wir das, wenn wir uns nur auf die mit einzelnen Arzneien ausgeführten Experimente stützen, tun müssen; denn unterschwellige Dosen machen sich in Kombinationsarbeiten häufig recht erheblich geltend. Unsere Methoden sind ja nicht fein genug, um die allerkleinsten Einflüsse auch noch zu erfassen. Irgendwo aber muß eine Dose den Kleinheitsgrad erreicht haben, in dem sie ihre Wirksamkeit eingebüßt hat. Es war daher nicht a priori wahrscheinlich, daß sich selbst durch das Kombinieren etwas Bestimmtes für die Wirksamkeit homöopathischer Arzneien nachweisen lasse.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Emil Bürgi
    • 1
  1. 1.BernSchweiz

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