Das Ekg der Coronarerkrankungen: Der Vorhofinfarkt

  • Paul Uhlenbruck

Zusammenfassung

Naheliegend ist die Frage, inwieweit der Vorhof als Sitz des Myokardinfarkts in Frage kommt. Entscheidende Veränderungen würde man in der Strecke zwischen Vorhof und Ventrikelkomplex, also im P-Q-Stück zu suchen haben, wenn man von der Ta-Welle — der der Vorhof zacke folgenden, der T-Welle des Kammerkuplexes analogen Schwankung — absieht. In der Tat glauben L. Hahn und R. Langendorf, daß die Veränderungen dieses P-Q-Segments, das sie als ,,erstes Zwischenstück“bezeichnen, in vielen Fällen ähnliche diagnostische Hinweise geben kann wie das S-T-Stück. Sie finden unter 150 Fällen 26 Fälle, bei denen eine Abweichung dieser Strecke besteht, die durchweg nach unten liegt und um als pathologisch bewertet zu werden, den Wert von 0,05 mV im Ruhe-Ekg, von 0,1 mV im Arbeits-Ekg überschreiten müßte. Von den 26 Fällen mit pathologischer Abweichung des P- Q-Stückes sind 9 Fälle Kranke mit Coronarsklerose und Mesaortitis (Abweichungen teils in Abl. I und II, teils in II und III) und ferner 7 Fälle mit Hypertonus (Abweichungen überwiegend in II und III oder auch I, II und III). Andererseits finden sich in diesem Material auch 4 Fälle ohne jeden klinischen Befund.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Paul Uhlenbruck
    • 1
    • 2
  1. 1.Universität KölnRheinDeutschland
  2. 2.Abt. des St. ElisabethkrankenhausesKöln-HohenlindDeutschland

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