Fortpflanzung

  • Ludwig Jost
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 29)

Zusammenfassung

Früher oder später im Leben des Baumes kommt der Moment, wo aus den Knospen nicht nur Laubsprosse hervorgehen, sondern auch Blüten, die mit der Ausbildung von Samen und Früchten ihr Leben abschließen. Die ungeheure Mannigfaltigkeit, die in der Ausbildung dieser Fortpflanzungsorgane herrscht, die weit hinausgeht über die Vielgestaltigkeit des Laubsproßes, kann hier auch nicht andeutungsweise geschildert werden. Wir müssen uns begnügen, zwei ziemlich extreme Beispiele vorzuführen, und wir beginnen wieder mit der Fichte, die uns auch im Kapitel über die Architektur des Baumes geleitet hat. Im Bestandesschluß beginnt die Fichte unter normalen Verhältnissen nicht vor dem 60. bis 70. Jahr mit der Ausbildung von Blüten und erzeugt dann meist nur alle 3–5 Jahre solche; entsprechend hat sie auch in denselben Abständen sog. „Samenjahre“. — Sie erzeugt zweierlei Blüten, männliche und weibliche, beide in Gestalt von Zapfen. Daß diese als „Sprosse“zu bezeichnen sind, wird niemand bezweifeln; es sind eben Sprosse, die im Dienste ihrer besonderen Funktion gegenüber den Laubsprossen verändert erscheinen.

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© Julius Springer in Berlin 1936

Authors and Affiliations

  • Ludwig Jost
    • 1
  1. 1.Universität HeidelbergDeutschland

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