Die nichttraumatischen Formveränderungen am Hüftgelenk (Luxatio coxae congenita, Coxa vara und Osteochondritis deformans juvenilis)

  • F. De Quervain

Zusammenfassung

Das Kapitel der nichttraumatischen und nicht bakteriell-entzündlichen Veränderungen am Hüftgelenk hat in den letzten Jahren dank der sorgfältigen Röntgendurchforschung des Materials eine gewisse Wandlung erlitten, und es hat sich gezeigt, daß zwischen den früher scharf auseinandergehaltenen Zuständen: angeborene Hüftgelenksluxation, Coxa vara und Osteochondritis deformans juvenilis gewisse Beziehungen bestehen. Diese Erkenntnis verdanken wir hauptsächlich der von Calot verlangten Berücksichtigung des Zustandes auch des anderen, d. h. des anscheinend nicht erkrankten Gelenks. Nichtsdestoweniger bieten die drei genannten Erkrankungen in ihren reinen Formen anatomisch und klinisch scharf abgegrenzte Bilder dar, und wir werden sie trotz gewisser Übergänge gesondert zu behandeln haben. Diese Übergänge könnten uns veranlassen, die Osteochondritis im Anschluß an die angeborene Luxation zu besprechen. Vom diagnostischen Standpunkt aus hat aber die Unterscheidung von Luxation und Schenkelhalsverbiegung größere Bedeutung, und andererseits finden wir wieder Beziehungen zwischen Coxa vara und Osteochondritis, so daß wir diese letztere an den Schluß der Besprechung stellen werden. Die Osteochondritis bildet dann klinisch den Übergang zur Hüftgelenkstuberkulose, mit der sie zwar nichts zu tun hat, aber doch oft verwechselt wird.

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© Springer-Verlag OHG. in Berlin, Göttingen and Heidelberg 1950

Authors and Affiliations

  • F. De Quervain

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