Zusammenfassung
Benvenuto Cellini (1500–1571) schreibt in seiner Autobiographie, daß er beim Gießen seines Pcrseus (1550) plötzlich mit hohem Fieber erkrankte, so daß er zu sterben meinte. Aber nach wenigen Stunden war das Fieber verschwunden und er setzte seine Arbeit fort. Dies ist nach F. Holtzmann (1929) vielleicht die erste Beschreibung des Gießfiebers. C. T. Thackrah (1832) schreibt über das, was die Messinggießer von Birmingham „brass ague“ nennen, verursacht durch Einatmen von flüchtigem Metall, insbesondere von Zinkoxyd, das sich beim Gießen von hellem Messing in großen Mengen entwickelt. In den folgenden Jahrzehnten berichteten Franzosen: Blandet, der die ersten Versuche am Menschen darüber machte, Becquerel u. a. und der Deutsche Falck (1855) über Gießfieber. Eine ausführliche und erschöpfende Beschreibung des Messingfiebers gibt E. H. Greenhow (1862). Sie ist so erschöpfend und hebt das Charakteristische so klar hervor, daß es mir unmöglich scheint, ein besseres Bild des Leidens zu geben, und daß ich seine Beschreibung später wiedergeben will. Seit dieser Zeit sind eine ungeheure Menge von Veröffentlichungen über Zinkfieber geschrieben worden. H. Saeir (1932) zählt 93 auf; fügt man die von ihm nicht berücksichtigten amerikanischen und die seither erschienenen Veröffentlichungen hinzu, so dürften es 130 sein. Man muß aber Hegsted und Mitarbeitern (1945) beistimmen, daß sie kaum etwas Neues der damaligen Erkenntnis (E. H. Greenhow) hinzugefügt haben. Erwähnt, sei daß K. B. Lehmann (1910) an sich und einigen Arbeitern gezeigt hat, daß diejenigen, die die Dämpfe von geschmolzenem, erhitztem und schließlich verbranntem chemisch reinem Zink einatmeten, an typischem Gießfieber erkrankten.
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