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Das Erlöschen des Schuldverhältnisses

  • Heinrich Titze
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 8)

Zusammenfassung

Kein Schuldverhältnis wird für die Ewigkeit begründet. Sondern es liegt im Wesen und Zwecke des Forderungsrechtes, daß es entsteht, um zu vergehen. Und sein normalster, weil sinngemäßester Erlöschungsgrund ist die Erfüllung, die bei Geldschulden auch Zahlung genannt wird. Solche Erfüllung liegt vor, „wenn die geschuldete Leistung an den Gläubiger bewirkt wird“ (§ 362 Abs. 1). Dabei kann die Leistungsbewirkung entweder in einer rein faktischen Betätigung des Schuldners bestehen (man denke an die Verbindlichkeit des Arbeitnehmers aus dem Dienstvertrag) oder in der Vornahme eines einseitigen Rechtsgeschäftes (es hat sich jemand gegenüber dem Eigentümer zur Aufgabe einer Grunddienstbarkeit verpflichtet) oder in einem Vertragsschluß, also einem gemeinschaftlichen rechtsgeschäftlichen Handeln von Schuldner und Gläubiger (so in den zahlreichen Fällen, wo die Obligation auf Rechtsverschaffung, insbesondere Eigentumsübertragung gerichtet ist, zu deren Herbeiführung es der Einigung von Veräußerer und Erwerber bedarf).

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Literatur

  1. P. Kretschmar, Die Erfüllung I (Leipzig 1906)Google Scholar
  2. Boehmer, Der Erfüllungswille (München 1910)Google Scholar
  3. Klausing, Die Zahlung durch Wechsel und Scheck (Heft 21 der von Ernst Heymann herausgegebenen Arbeiten zum Handels-, Gewerbe- und Landwirtschaftsrecht; Marburg 1919)Google Scholar
  4. Fabricius, Artikel „Erfüllung“ im Rechtsvergleichenden Handwörterbuch (Bd. 3, 1931).Google Scholar

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  • Heinrich Titze
    • 1
  1. 1.Universität Berlin KammergerichtsratDeutschland

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