Diaminooxidase (Histaminase) bei Lebererkrankungen und experimenteller Leberschädigung

  • V. Gäng
  • J. Stanjek
  • W. Gaubitz
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 82)

Zusammenfassung

Verschiedene klinische Symptome, die bei Lebererkrankungen und hier vor allem bei der Lebercirrhose gehäuft auftreten, werden als Ausdruck eines gestörten Aminstoffwechsels angesehen. Das Ausmaß der Eliminierung dieser je nach Konzentration teils toxisch wirkenden Substanzen durch die Leber variiert und hängt offensichtlich vom morphologischen und funktionellen Zustand des Lebergewebes ab. Ein Teil der hieraus resultierenden Symptome wie Vasodilatation, Blutdruckabfall, Bronchokonstriktion, Eröffnung von arterio-venösen Shunts sowie gastrointestinale Komplikationen wird u. a. der Wirkung des Histamins und des Serotonins zugeschrieben. Die Diaminooxidase (DAO) ist nach Untersuchungen von Schayer [1] ein wesentliches Enzym des Histaminabbaues und in Anbetracht der geschilderten unerwünschten Nebenwirkungen erschien es uns deshalb wichtig, das Verhalten dieses Enzyms bei Lebererkrankungen zu untersuchen. In vorausgegangenen Untersuchungen konnte gezeigt werden, daß die Heparinantwort der DAO bei entzündlichen Lebererkrankungen des Menschen erheblich verringert war [2]. Nach Palm [3] entspricht zwar die Postheparin-DAO bei Gesunden dem Enzymgehalt der DAO-haltigen Organe, doch stellte sich die Frage, ob unter pathologischen Bedingungen nicht etwa eine Freisetzungsstörung die verringerte Heparinantwort erklären konnte.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • V. Gäng
    • 1
  • J. Stanjek
    • 1
  • W. Gaubitz
    • 1
  1. 1.Klinik WürzburgMed. Univ.Deutschland

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