Zusammenfassung
Ophthalmia neonatorum ist ein Oberbegriff für ätiologisch unterschiedliche Infektionserkrankungen der vorderen Augenabschnitte in den ersten beiden Lebenswochen. Eine eitrige Bindehautentzündung des Neugeborenen tritt in den industrialisierten Ländern bei etwa 1% der Geburten auf. Die Infektion erfolgt durch keimhaltiges Material in den Geburtswegen der Mutter oder aus der unmittelbaren Umgebung des Neugeborenen. Der Befall ist immer beidseitig mit einer eindrucksvollen klinischen Symptomatik von starker Lidschwellung, Rötung des Auges und eitriger Sekretion. Die häufigsten Erreger sind Gonokokken, Pseudomonas, Staphylokokken, Pneumokokken, Streptokokken, Chlamydien oder seltener auch Herpes-Viren. Die Inkubationszeit liegt in der Regel zwischen 2 und 14 Tagen, eine Ophthalmia neonatorum zum Zeitpunkt der Geburt ist sehr selten und kommt nur bei vorzeitigem Blasensprung vor.
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