Fortschritte der Rheumatologie pp 226-226 | Cite as
Röntgendiagnostik bei der Spondylosis hyperostotica
Kurzfassung
Die Spondylosis hyperostotica tritt als diagnostisch wichtige und konstanteste Manifestation einer „osteoplastischen Diathese“ des Patienten auf. Die osteoplastische Diathese hat die Besonderheit, sich in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle erst in der 2. Lebenshäfte zu manifestieren. Dabei werden Männer bevorzugt befallen. Darüber hinaus weisen gleichzeitig erkennbare Sehnenansatz-, Ligament- und Gelenkkapselverknöcherungen auf diese konstitutionell begründete Reaktionsweise hin. Die ausschließlich röntgenologische Differentialdiagnose zwischen Spondylosis hyperostotica und ankylosierender Spondylitis kann erhebliche Schwierigkeiten bereiten oder überhaupt nicht möglich sein, wenn die ankylosierende Spondylitis jenseits des 50. Lebensjahres beginnt und/oder der Patient mit ankylosierender Spondylitis zufällig gleichzeitig Träger der konstitutionellen osteoplastischen Diathese ist. Computertomographische Untersuchungen zeigen, daß die Ursache der seitendifferenten Ausbildung der hyperostotischen Spondylophyten an der Brustwirbelsäule noch nicht befriedigend zu erklären ist.