Präoperatives Tumorstaging mittels Endoskopie, MRT, PET und Somatostatinszintigraphie — eine vergleichende Untersuchung

  • R. J. Kau
  • C. Laubenbacher
  • D. Saumweber
  • C. Wagner-Manslau
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht 1994 der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1994 / 2)

Zusammenfassung

Ein korrektes präoperatives Tumorstaging und hier insbesondere die Beurteilung des Lymphknotenstatus ist bei der Erarbeitung eines optimalen Therapieplanes bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen des Kopf-HalsBereiches von entscheidender Bedeutung. Routinemäßig wurden morphologisch orientierte Verfahren wie Computertomographie und/oder die Kernspintomographie eingesetzt, die bei einer malignen Infiltration von Lymphknoten, deren Außendurchmesser noch nicht verändert ist methodisch bedingt versagen müssen. In der vorliegenden Studie soll die Wertigkeit der in der Routinediagnostik neu eingeführten Positronenemissionstomographie und der Somatostatinszintigraphie zum Primärtumor-und Lymphknotenstaging bei Patienten mit gesichertem Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereichs der Kernspintomographie und der diagnostischen Endoskopie gegenübergestellt werden. Als,,Goldstandard“ diente hierbei das Ergebnis der Endoskopie und der postoperativen histopathologischen Aufarbeitung. Es wurden 4 Laryngektomien und 4 Tumorresektionen durchgeführt. Alle Operationen waren anhand der histologischen Aufarbeitung der Operationspräparate in sano erfolgt. Die Kernspintomographie konnte das T-Stadium lediglich bei 4 Patienten richtig einordnen. Vier Patienten wurden falsch einem höheren T-Stadium zugeordnet. Auch die F-18 FDG-PET zeigte eine korrekte Stadieneinteilung lediglich bei 2 von 8 Patienten. Bei 6 Patienten lag ebenfalls eine falsch zu hohe Stadieneinteilung vor. Die Somatostatinszintigraphie ergab nur bei 2 Patienten eine korrekte Stadieneinteilung. Bei allen übrigen Patienten wurde das T-Stadium als zu niedrig eingestuft. Von 197 histologisch aufgearbeiteten Lymphknoten waren 40 maligne befallen. Die KST konnte das N-Stadium in nur 5, unter Berücksichtigung der N2-Untergruppen nur in 3 Fällen richtig einordnen. 4 von 8 Patienten wurden einem höherem N-Stadium zugeordnet. Die F-18 FDG-PET unterschätzte das N-Stadium lediglich in einem Fall. 7 von 8 Patienten wurden richtig eingeordnet. In der Somatostatinszintigraphie wurde das N-Stadium bei lediglich l Patienten richtig erkannt, bei 7 von 8 Patienten wurde das N-Stadium unterbewertet.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • R. J. Kau
    • 1
  • C. Laubenbacher
    • 1
  • D. Saumweber
    • 1
  • C. Wagner-Manslau
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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