Psychoanalytische Psychosomatik pp 114-165 | Cite as
Affektivität: ein psychosomatisches Thema der Psychoanalyse
Zusammenfassung
Der Beitrag der französischen Schule enthüllt bei zahlreichen psychosomatischen Patienten eine “Armut des repräsentativen Elements” und einen “ökonomischen und funktionellen Mangel an Phantasietätigkeit”. Zu Recht weist A. Green (1970) auf das Fehlen einer ebenso fundierten Betrachtung der affektiven Modalität in diesen Zuständen hin. Er sieht dies mit den Besonderheiten des affektiven Lebens verbunden, das in psychosomatischen Prozessen eigentümlich auf ein Minimum gedrückt sei und sich auch in langjährigen Therapien nur sehr mühsam mobilisieren lasse, selbst wenn das “repräsentative Element” in seinen Funktionen der Phantasie oder des Traums schon weitgehend restauriert sei. Genauso problematisch gestalte sich die Wiederbelebung bzw. das erstmalige Erwecken eines Gespürs für die notwendige Zugehörigkeit des eigenen Körpers zur subjektiven Welt, das Erlangen einer “psychosomatischen Integrität”.
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