Eine urodynamische Analyse der rezidivierenden Blasenbeschwerden der Frau
Zusammenfassung
Frauen jeden Alters leiden nicht selten an rezidivierenden Miktionsbeschwerden und Harninfekten, deren Ursache unbekannt ist und die sich als äußerst therapieresistent erweisen. Durch die Einführung neuer Untersuchungsmethoden ist es möglich, den genauen Ablauf einer Miktion durch mehrere Parameter zu erfassen. Im vorliegenden Referat sollen die Ergebnisse der urodynamischen Untersuchung an 30 Frauen berichtet werden, die alle an rezidivierenden Harninfekten und chronischen dysurischen Beschwerden litten. Vor der urodynamischen Untersuchung wurde eine Harnanalyse, ein Ausscheidungsurogramm und eine Miktionscystographie durchgeführt. Alle Patientinnen wurden gynäkologisch untersucht. Der urodynamische Untersuchungsgang begann mit einer oder mehreren Uroflowmetrien. Über einen transurethralen Katheter wurde eine Füllungscystometrie durchgeführt, wobei gleichzeitig über einen im Rektum liegenden Katheter der Abdominaldruck registriert wurde. Bei voller Blase wurde durch Zurückziehen des Katheters ein urethrales Profil registriert. Der urethrale Katheter wurde entfernt und zur Messung des Blasendruckes suprapubisch ein Cavakatheter eingeführt. Anschließend wurde eine EMG-Elektrode in den Sphinkter ani externus eingestochen und die Patientin auf einen Toilettsitz gesetzt unter dem das Flowmeter gestellt war. Mehrere Miktionen wurden registriert. Cystoskopien, Urethrainspektionen, Kalibrierung und Harnröhrenerweiterungen, falls sie als notwendig erachtet wurden, wurden am nächsten Tag in Allgemeinnarkose durchgeführt.
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