Schmerz und Schmerzbewältigung

  • Gerhard Huber
Conference paper
Part of the Rehabilitation und Prävention book series (REHABILITATION, volume 31)

Zusammenfassung

Zum Thema „Schmerzen“ fallen jedem Menschen vielfältige Beispiele ein, die in der Regel durch persönliche Erfahrungen von sehr heftigen, jedoch vorübergehenden Schmerzerlebnissen geprägt sind (z. B. Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen, Verletzungen). Solche Schmerzwahmehmungen lassen sich fast immer durch einen bestimmten, den Schmerz erzeugenden krankhaften Ablauf erklären. Deshalb werden sie zwar häufig mit Schmerzmitteln bekämpft, sie spielen jedoch im Verlauf der Therapie eine eher untergeordnete Rolle, da im Mittelpunkt die ursächliche und kausale Therapie stehen muß. Hier zeigt sich, daß der Schmerz für den Menschen durchaus nicht nur negative Bedeutung hat, sondern innerhalb des menschlichen Körpers die oft lebensrettende Funktion eines Frühwarnsystems übernimmt. Ohne eine funktionierende Schmerzwahrnehmung würde eine Blinddarmentzündung tödlich enden, Zähne würden im Munde zerfallen, das Wachstum von Tumoren würde erst viel zu spät bemerkt werden und ließe sich nicht mehr beeinflussen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Gerhard Huber

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