Tierexperimentelle Untersuchungen zur Einheilung einer augmentierten Hydroxylapatitkeramik in einem Tibiasegmentdefekt beim Schaf
Zusammenfassung
Die Auffüllung von Knochendefekten insbesondere im diaphysären Bereich stellt in der Unfallchirurgie nach wie vor ein aktuelles Problem dar. Die autologe Knochenverpflanzung gilt weiterhin als das Standardverfahren der ersten Wahl, an ihren Ergebnissen müssen sich alls Konkurrenzverfahren messen. Nachteilig bei diesem Verfahren ist einerseits die Notwendigkeit des zusätzlichen Eingriffs und andererseits die limitierte Verfügbarkeit. Der allogene Knochenersatz hat neben seiner geringeren osteoinduktiven Potenz noch den Nachteil der primären Infektionsgefahr durch Aids [4] und Hepatitis sowie der häufigen Spätinfekte. Durch diese Entwicklungen wurde das Interesse an Knochenersatzstoffen neu belebt. Diese sollten einerseits unbegrenzt und ohne Morbidität für den Patienten verfügbar sein und andererseits den osteogenen Eigenschaften der autologen Knochenverpflanzung nahe kommen. Es gibt Hinweise in der Literatur, daß der Zusatz von Knochenmark die Einheilung von Keramiken verbessern kann [2]. In dieser Studie sollten 2 Fragen geklärt werden: 1. Kann eine Hydroxylapatitkeramik aus boviner Spongiosa (Fa. Merck, Darmstadt, Deutschland) einen Tibiasegmentdefekt zuverlässig überbrücken? 2. Kann die Einheilung der Keramik durch Beladung mit 0,2 g basic Fibroblast Growth Factor (bFGF) (Fa. Merck, Darmstadt, Deutschland), mit autologem Knochenmark oder mit einer Kombination dieser Substanzen verbessert werden?
The Healing of a Segmental Defect in the Sheep Tibia Filled with an Augmented Hydroxylapatite Ceramic
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Literatur
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