Gynäkologie und Geburtshilfe 1992 pp 777-778 | Cite as
In-vivo Östrogenrezeptorbestimmung bei Mammakarzinomen
Zusammenfassung
Der Östrogenrezeptor (ER)-Status von Mamma- und Endometriumkarzinom ist wichtig für die Prognose und Therapie (1). Die Notwendigkeit zur Entnahme von Biopsien zur ER-Bestimmung limitiert die Zahl von Tumorlokalisationen, die simultan untersucht werden können, und sequentielle Bestimmungen bei Metastasierung und Rezidiv. Heterogenität von Primärtumor und Metastasen und mögliche Änderungen des ER-Phänotyps während der Therapie werden daher unzureichend erfaßt. Durch Tumorexzision und Aufarbeitung des Gewebes können Artefakte auftreten, so daß der vom Labor ermittelte ER-Status eventuell nicht mehr mit der Situation in-vivo entspricht. Das Verständnis der Rezeptorbiologie und die Behandlung der Patienten würden von Techniken profitieren, welche die Bestimmung des ER-Status in vivo gestattet. Wir testeten, ob ein Gamma-emittierender, hochaffiner ER-Ligand (16α-[123J]Jod-Östradiol-17β, [123J]E, spez. Aktivität > 10.000 Ci/mmol) (2) in ER-reichen Geweben für eine szintigraphische Darstellung in-vivo hinreichen spezifisch konzentriert wird.
Literatur
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