Das Staging des Ösophagus- und Kardiakarzinoms durch nichtinvasive Diagnostik
Zusammenfassung
Das präoperative Staging durch nichtinvasive Maßnahmen bei malignen Tumoren der Speiseröhre und der Kardia gewinnt um so mehr an Bedeutung, je differenzierter die Operationsindikation gestellt wird. Das Ziel der kurativen, allein chirurgischen Therapie kann nur bei den seltenen Frühstadien erreicht werden. Durch die hohe Zahl an fortgeschrittenen Tumoren und durch die zunehmenden Erfolge in der Chemotherapie gastrointestinaler Tumoren [7, 12] tritt die differenzierte Kombinationstherapie in den Vordergrund. Voraussetzung für korrekte Therapieentscheidungen ist die möglichst genaue Stadieneinteilung des Tumors. Im eigenen Vorgehen werden die Ösophagus- und Kardiakarzinome durch Endoskopie, Sonographie und Computertomographie diagnostiziert und in resektable und nichtresektable Tumoren eingeteilt. Da die Resektion auch im fortgeschrittenen Stadium für den Patienten einen Gewinn bedeutet, wird vor einer geplanten Chemotherapie eine explorative Laparatomie durchgeführt, um die Irresektabilität zu verifizieren. Ist der Tumor sicher inoperabel, dann erfolgt nach Abheilung der Operationswunden der erste Chemotherapiezyklus. Ziel der hier vorgestellten Studie war es zu prüfen, ob durch eine praeoperative Routinediagnostik mit ausreichender Sicherheit die Indikation zur primären neoadjuvanten Chemotherapie oder zur primären Resektion gestellt werden kann und ob hierdurch die explorative Laparatomie vermieden werden kann.
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