Pathophysiologie pp 303-358 | Cite as
Stoffwechsel
Zusammenfassung
Der größte mit der Nahrung aufgenommene Teil der Glucose wird nicht unmittelbar oxidiert. Während des Anstiegs der Glucose- und Insulinkonzentration im Blut nehmen Leber und Muskulatur viel Glucose auf. Je größer die Glucoseaufnahme, desto größer wird der Anteil der Glucose, der als Glykogen gespeichert wird. Insulin wirkt antilipolytisch, so daß die Konzentration der freien Fettsäuren abnimmt und der Anteil der Glucose an oxidativen Prozessen tatsächlich zunimmt. Der respiratorische Quotient von annähernd 1 nach dem Essen bedeutet nicht, daß ausschließlich Glucose verbrannt, sondern vielmehr, daß sie zu Fett umgewandelt wird. Die Speicherung von Glucose in Form von Glykogen ist beschränkt. Die Leber kann maximal 10% ihres Gewichtes in Form von Glykogen speichern, d.h. ungefähr 150 g. Diese 150 g Glykogen stehen dem Organismus beim Übergang zum Fasten als Kohlenhydrate zur Verfügung. Die Leber wandelt das Glykogen zu Glucose um, gibt sie an das Blut ab und stellt sie damit dem Gehirn zur Oxidation zur Verfügung. Bis zu 50% der peroral oder intravenös verabreichten Glucose können von der Leber in Form von Glykogen gespeichert werden. Der Rest verschwindet vor allem in der Muskulatur, welche insgesamt auch ungefähr 150–200 g Glykogen speichern kann.
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